Blick in die Zukunft: Wie Hitze tötet

Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Blick in die Klimazukunft: Chinas große Ebene zwischen Peking und Schanghai könnte schon bald durch die Folgen des Klimawandels und der Luftverpestung unbewohnbar werden. In der Kornkammer des Riesenreichs leben heute über 400 Millionen Menschen - ihnen droht bis 2070 tödliche Gefahr.

Am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston (USA) sagt Elfatih Eltahir für die Region und die dort lebenden Menschen nicht mehr zu überstehende Hitzewellen in einem zudem feuchten Klima voraus. Dort werden nach Klimamodellen der US-Wissenschafter ab dem Jahr 2070 für Menschen unerträgliche Witterungen vorherrschen: So genannte Feuchttemperturen - “wet bulb” temperature (WBT) - über 31 Grad Celsius gelten Meteorologen ud Medizinern als "Extremwerte". Ab rund 35 Grad Celsius Feuchttemperatur können selbst ansonsten gesunde Menschen kaum länger als sechs Stunden überdauern. Weil die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, bricht die Regulierung der Körpertemperatur zusammen.

 

Klimawandel: Peking und Schanghai schon bald unbewohnbar

 

Nach Meinung der Wissenschaftler, , die jetzt die britische Tageszeitung The Guardian zitiert, wird dieses Szenario etwa für Städte wie Schanghai selbst dann real eintreten, wenn die es gelänge, die Emissionen von Treibhausgasen künftig stark zu reduzieren.

 

 

Klimawandel fordert Tote – auch in Deutschland

Klimawandel fordert Menschenleben – auch in Deutschland. Das ermittelt eine vom Umweltbundesamt (UBA) beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Auftrag gegebene und jetzt vorgelegte Studie.

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Besonders fatal scheint die Lage deshalb, weil in diesem am dichtesten besiedelten Gebiet der ganzen Erde nicht nur über 400 Millionen Bewohner leben. Die meisten sind Bauern und existieren von ihren Erzeugnissen. Sie können kaum irgendwo anders hin ausweichen.

Elfatih Eltahirs Studie belegt nicht nur, dass diese fatale Entwicklung bereits voll im Gang ist. Der Wissenschaftler sieht ähnliche Szenarien auch für andere Regionen der Erde voraus. Er stützt sich dabei auf offizielle meteorologische Daten.

Chinas nördliche Ebene ist demnach am stärksten betroffen - auch weil das Land zu den größten Luftverschmutzern zählt. Das ist ein Tribut an den enormen wirtschaftlichen Aufschwung der zurückliegenden Jahre.

Die weitaus höchsten Temperaturen müssen dabei allerdings die Menschen im Nahen Osten aushalten. Das ergänzt Chris Huntingford am britischen Centre for Ecology and Hydrology in dem Bericht des Guardian. Dort allerdings mildern zwei Umstände die Klimakatastophe wenigsten leicht ab: In den Wüsten des Orients leben weitaus weniger Menschen als im dicht gedrängten China. Und in der Wüste ist das Kima eher trocken als feucht - und damit für den Körper des Menschen eher verkraftbar.


pit

 

 

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