Jährlich 500.000 neue Wärmepumpen

Jährlich 500.000 neue Wärmepumpen
Foto: Gerd Altmann/PixabayCC/PublicDomain

Jährlich 500.000 neue Wärmepumpen

tagesschau.de: Der Einbau von klimafreundlichen Wärmepumpen soll beschleunigt werden. Wirtschaftsminister Habeck will ab 2024 jährlich mindestens 500.000 neue Pumpen in Betrieb nehmen. Aus Sicht der FDP fehlen dafür jedoch die Fachkräfte.

Die Bundesregierung plant eine Offensive zum Einbau von Wärmepumpen als klimafreundlichere Alternative zur Öl- und Gasheizung. Sie will damit für eine Wärmewende bei Gebäuden die Abkehr von fossilen Energien aus Russland und zugleich den Klimaschutz vorantreiben.

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Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Bauministerin Klara Geywitz (SPD) berieten sich auf einem Wärmepumpengipfel mit Branchenvertretern über die geplante Umstellung der Heizungssysteme.

Sechs Millionen Pumpen bis 2030

Ab 2024 sollten jährlich mindestens 500.000 neue Pumpen zum Heizen von Häusern installiert werden – bis 2030 sollen es sechs Millionen werden. Im Koalitionsvertrag der Ampel ist verankert, dass neue Heizungen ab 2024 einen Anteil von 65 Prozent Erneuerbarer Energie haben müssen. Im vergangenen Jahr wurden 150.000 Wärmepumpen in Deutschland verbaut, erläuterte Habeck.

Trotz Fachkräftemangels hätten dies alle Teilnehmer als erreichbar bezeichnet, sagte der Grünen-Politiker. FDP-Politikerin Sandra Weeser, Vorsitzende des Bauausschusses im Bundestag widerspricht: „Ohne zusätzliche Handwerker bleibt das Ziel 500 000 Wärmepumpen im Jahr zu installieren eine gut gemeinte Hoffnung.

Bessere Arbeitsbedingungen gefordert

Um mehr Fachkräfte zu gewinnen, müssten die Weiterbildung stärker unterstützt und Ausbildungsprüfungen angepasst werden. Außerdem gehe es um mehr Zuwanderung aus dem Ausland, sagte Habeck. Es gebe „eine Reihe von konkreten Problemen, die gelöst werden müssen“, doch konnte die Produktionskapazität für Wärmepumpen deutlich gesteigert werden, so der Minister weiter.

Gut ausgebildete Fachkräfte gäbe es genug, sagt DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. „Nur haben die aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen und Bezahlung dem Handwerk den Rücken gekehrt. Wir müssen diese Fachkräfte für die Energiewende zurückgewinnen, statt Laien in mehrwöchigen Crashkursen zu Handlangern zu machen.“… weiterlesen

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