Kampf gegen die „ewigen Chemikalien“

Kampf gegen die „ewigen Chemikalien“
Screenshot: tagesschau.de

Kampf gegen die „ewigen Chemikalien“

tagesschau.de: Sie sind in Pizzakartons oder Kaffeebechern, sind sehr langlebig und reichern sich in der Natur und im Körper an: per- und polyfluorierte Chemikalien. In den USA sollen sie nun eingedämmt werden, die EU bereitet ein Verbot vor.

Sie kommen in zahlreichen Produkten zum Einsatz, sind in der Natur extrem langlebig und bergen Risiken für die Gesundheit: sogenannte per- und polyfluorierte Chemikalien, kurz PFAS. Die US-Umweltbehörde EPA will die Verwendung der auch als „ewige Chemikalien“ bekannten Stoffe nun eindämmen.

Die Behörde kündigte an, dass innerhalb der kommenden drei Jahre unter anderem neue Grenzwerte für die Trinkwasserbelastung eingeführt werden sollen. Weiter ist geplant, dass bestimmte PFAS-Verbindungen als „gefährliche Stoffe“ eingestuft und die Hersteller verpflichtet werden, Informationen zur Giftigkeit der Chemikalien zur Verfügung zu stellen.

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„Viel zu lange haben Familien in Amerika – vor allem in unterversorgten Gemeinden – unter PFAS in ihrem Wasser gelitten, in ihrer Luft oder im Boden, auf dem ihre Kinder spielen“, erklärte EPA-Chef Michael Regan. Mit der neuen nationalen Strategie zu PFAS solle es nun „mutige und konkrete“ Schritte in Bezug auf den kompletten Lebenszyklus der Chemikalien geben.

Vorgesehen ist ein dreistufiger Ansatz: die Forschung zu PFAS verstärken, die Verbreitung in der Umwelt eindämmen und die Säuberung bereits kontaminierter Orte beschleunigen. 

Tausende Gemeinden hätten bereits toxische ewige Chemikalien in ihrem Wasser festgestellt, erklärte die US-Umweltschutzorganisation Environmental Working Group (EWG). Zudem gebe es PFAS-Belastungen in fast 400 Militäreinrichtungen. Die Organisation schätzt, dass mehr als 200 Millionen Amerikaner mit PFAS kontaminiertes Wasser trinken.

Die Umweltschützer begrüßten zwar den Vorstoß der Umweltbehörde, kritisierten zugleich aber, dieser Schritt komme zu spät. „Die EPA hat von den Risiken durch PFAS mindestens seit 1998 gewusst, es aber versäumt, zu handeln“, erklärte die Organisation.

Zur Gruppe der per- und polyfluorierten Stoffe gehören mehrere Tausend Chemikalien. Sie werden nach Angaben der EPA unter anderem in Lebensmittelverpackungen wie beispielsweise Pizzakartons eingesetzt, aber auch in Reinigungsmitteln, Farben und Lacken oder Beschichtungen. Zugleich wurden die Stoffe, die sich in der Natur nur äußert langsam zersetzen, bereits in Tieren aus belasteten Gewässern oder etwa Milchprodukten nachgewiesen. Die Stoffe reichern sich im Körper an… weiterlesen

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