Keine Angst (mehr) vor bösen Wölfen

Keine Angst (mehr) vor bösen Wölfen
Screenshot: North Carolina University

Keine Angst (mehr) vor bösen Wölfen

Youtube als Artenschützer: Das Filmportal im Netz könnte nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern an der North Carolina State University dabei helfen, dass mehr Menschen selbst Wölfen gegenüber offener und freundlicher reagieren. Das legen aktuelle Studien nahe.

Laut Environmental News Network hofft der Biologe Nils Petersen, dass „positive Szenen“ über wildlebende Tiere, die Reaktion der Menschen ihnen gegenüber ebenfalls positiv prägen. „So könnte Youtube ein cooles Artenschutz-Werkzeug werden“, ist er überzeugt.

Filme prägen menschliche Einstellungen auch gegenüber Tieren

Die meisten Wildtiere bräuchten wenig und könnten mit Menschen gut zusammenleben. „Wir müssen sie nicht füttern und nicht für sie sorgen“, sagt der Wissenschaftler, „die Tiere kommen gut zurecht, wenn wir sie nur in Ruhe lassen und ihnen den Lebensraum nicht streitig machen.“

Bei Experimenten, in denen er knapp 275 Probanden Filme über Wölfe zeigte, erkannte er, dass selbst jene Tiere, denen seit Jahrhunderten sonst oft Hass und Misstrauen entgegenschlug, plötzlich von den Menschen anders wahrgenommen wurden – wenn die Szenen im Film sie auf andere, freundlichere Art und Weise vorstellten.

Videos auf Socialmedia-Kanälen können Wildtieren Akzeptanz bringen

Fünf Videos waren mit negativen Vorurteilen durchzogen, fünf zeigten ein positives Bild der Wölfe. Die Ergebnisse waren eindeutig: Mit den richtigen Filmen, so die US-Wissenschaftler, ließe sich Toleranz zwischen Menschen und Wölfen herstellen. Toleranz ist auch ihr Stichwort. Daran fehle es. Dabei garantiere nur Toleranz das Überleben der wilden Tiere im Umfeld der Menschen.

Nun setzen die Artenschützer auf Videos und Socialmedia. „Alle sind heute auf diesen Kanälen unterwegs“, sagen sie, „daher könnten wir dort das Bild, das Menschen von Tieren haben, am einfachsten beeinflussen.“

pit

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