Rat der alten Dame

Queen Elisabth II Foto: Wikimedia cc/OGL v3/Joel Rouse/Ministry of Defence

Die alte Dame im Londoner Königspalast weist uns den Weg: „Gut übereinander sprechen, verschiedene Sichtweisen respektieren, zusammenkommen, um Gemeinsamkeiten zu erkunden, und niemals das große Bild aus den Augen verlieren", riet Queen Elisabeth II.laut einem Zeitungsbericht den Politikern in Großbritannien, die mit dem Brexitstreit ihr Land – und zudem Europa – blockieren, in einer selten offenen Einmischung in die Tagespolitik. Und in die Schranken.

Britanniens Monarchin (92) legt den Finger in die richtige Wunde. Weder Parteienzwist noch persönliche Profilierungssucht sollten Poltik(er) leiten. Es geht um die Entscheidungen in der Sache.

Dabei findet sich die Lösung meist nur sehr selten, wenn und solange Kontrahenten auf Positionen pochen. Politik lebt vom diplomatischen Gespür und Geschick. Sonst eskaliert die Lage. Die Begegnung muss geleitet werden vom gegenseitigen Respekt, die Debatte am besten vom uralten scholastischen Prinzip. Es verlangt von jedem Diskutanten, zuerst die Position seiner Gegner klar zu formulieren, ehe er eigene Argumente anführen darf.

Das trägt viel zum gegenseitigen Verständnis bei.

Leider haben dies aktuelle Redeführer verlernt nicht nur auf der Nordseeinsel.

 

Gerd Pfitzenmaier

 

 

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