Zeit – endlich – was zu tun

Foto: Pixabay CC/PublicDOmain

Ablenken und Zeitschinden ist nicht mehr! In Stuttgart müssen jetzt die ersten gut 70.000 Dieselfahrer ausbaden, was ihnen die schummelnden Hersteller ihrer Karossen unterjubelten. Denn die Politiker versäumten, diesem Treiben ein Ende zu bereiten und kungeln lieber mit den Herstellern. Wie die Kaninchen vor der Schlange sitzen sie und missachten weiter bereits seit Jahren rechtskräftige EU-Grenzwerte. Und Hunderttausende Bürger atmen weiter Luft, die über das zulässige Maß mit giftigen und krankmachenden Feinstäuben belastet ist.

Statt jedoch – endlich – zu handeln, lamentiert die CDU und schlägt – wie einst im Mittelalter - den Überbringer einer schlechten Botschaft. Deren Ursache zu bekämpfen wäre nicht nur sinnvoller, sondern ist auch der einzig gangbare Weg aus dem Schlamassel, den die Autobosse uns allen einbrockten. Wehklagen ist ebenso fehl am Platz wie die Angriffe auf die Deutsche Umwelthilfe. Zeit genug zu Handeln hatten sowohl die Autoindustrie wie die Politikerinnen und Politiker. Getan haben beide – nichts.

Und: Auch wir Bürger sind schuld an der Misere. Nur allzugern und allzu oft steigen wir noch immer lieber ins Auto. Auch das sollte jede und jeder überdenken, die jetzt nach dem Ausweg aus der Dieselfall suchen.

 

Gerd Pfitzenmaier

Herausgeber global°

 

 

 

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