Kritik am Hunger-Gipfel

Kritik am Hunger-Gipfel
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Kritik am Hunger-Gipfel

taz.de: Weltweit fordern Menschen eine Landwirtschaft, die Hunger beseitigt und nachhaltig ist. Wie das gehen kann, soll in Rom diskutiert werden.

Wie die Menschheit künftig ausreichend gute Lebensmittel für alle produzieren und dabei die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten kann, darüber diskutieren ab dem heutigen Montag bis Mittwoch Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft in Rom.

Auf diesem „Vor-Treffen“ bereiten sie den UN-Gipfel „United Nationals Food Systems Summit“ im September in New York vor. Nichtregierungsorganisationen wie Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Fian oder Inkota sehen in dem Gipfel „eine Chance, wichtige Weichen zu stellen“, um Probleme wie die steigende Zahl der Hungernden oder die Gefahr des Klimawandels für die Nahrungsmittelproduktion anzugehen.

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Allerdings kritisieren die Organisationen die Themen- und Teilnehmerauswahl auf dem Gipfel. „Das Machtgefälle zwischen Agrarkonzernen und kleinen- und mittelständischen Le­bens­mit­tel­er­zeu­ge­r*in­nen wird nicht berücksichtigt“, sagt Paula Gioia von der AbL. Zudem werfen die Organisationen den UN vor, die „„Allianz für eine grüne Revolution in Afrika“ nehme einen zu großen Einfluss.

Diese Allianz, kurz Agra, setzt darauf, die Erträge kleinbäuerlicher Betriebe im globalen Süden zu steigern, in dem diese industrielles Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetzen. Damit zeige sie keine Erfolge im Kampf gegen den Hunger, vielmehr bereite sie durch politische Lobbyarbeit Saatgut- und Düngemittelkonzernen einen Boden, etwa in Ghana und Burkina Faso, heißt es in der Analyse „Die Allianz für eine Grüne Revolution ist gescheitert“, die sie kürzlich veröffentlicht habenweiterlesen

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