Nach Kohleausstieg: Jetzt Ende der Fleischindustrie

Nach Kohleausstieg: Jetzt Ende der Fleischindustrie
Screenshot: welt.de

Nach Kohleausstieg: Jetzt Ende der Fleischindustrie

welt.de: Grüne und Umweltschützer fordern ein Ende der industriellen Fleischproduktion in Europa. Beschäftigte von Mastbetrieben und Fleischfabriken sollen Hilfen bekommen – nach einem bewährten Vorbild. Doch die Darstellung des Berichts stößt auf herbe Kritik.

Kohlendioxid mag der Klimaschädling Nummer eins sein, aber ein anderes Treibhausgas rückt zunehmend in den Fokus von Klimaschützern. Die Diskussion, wie die Welt weniger Methan ausstoßen kann, wird in den kommenden Monaten intensiver diskutiert werden. Der Grund: Während CO2 jahrzehntelang in der Atmosphäre bleibt, zersetzt sich Methan vergleichsweise schnell.

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Der jüngste große Klimabericht des IPCC hat festgestellt, dass die weltweiten Temperaturen selbst dann um durchschnittlich 1,5 Grad ansteigen werden, wenn alle Versprechen zur Reduktion von Treibhausgase eingehalten oder sogar übererfüllt werden; auch weil es lange dauert, bis CO2 in der Atmosphäre abgebaut wird. Das CO2, das heute ausgestoßen wird, wird noch für Jahrzehnte in der Atmosphäre verbleiben, von den Treibhausgasemissionen künftiger Jahrzehnte ganz zu schweigen. Methan hingegen wird in der Atmosphäre innerhalb von zehn Jahren zersetzt.

Das macht es so attraktiv, den Ausstoß von Methan rasch und stark zu senken: Wenn der Methanausstoß sinkt, fällt auch die Menge von Methan in der Atmosphäre vergleichsweise rasch; das wiederum sorgt dafür, dass die Erde sich weniger schnell aufheizt. Eine der größten Quellen von Methanemissionen ist die Viehwirtschaft.

Und so fordern denn auch die Autoren einer neuen Publikation, dem Klima zuliebe, den Fleischkonsum stark zu reduzieren. Den Fleischatlas hat die Heinrich-Böll-Stiftung, die Parteistiftung der Grünen, mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Umweltschutzorganisation Friends of the Earth verfasst. Die Organisationen plädieren darin für den Ausstieg aus der industriellen Fleischaufzucht und -verarbeitung. Stattdessen solle die Politik, insbesondere die EU darauf drängen, dass Viehzucht wieder in kleine Betriebe verlagert wird.

Screenshot welt.de Grafik Fleisch
Gtrafik: welt.de

Die Fleischindustrie sei für 21 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich, heißt es in dem Bericht. „Dieser Anteil wird wahrscheinlich noch zunehmen, wenn der gegenwärtige Trend eines immer stärkeren Konsums von Fleisch- und Milchprodukten anhält… weiterlesen

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