Next Generation E-Car

Next Generation E-Car
Foto: Universität Eindhoven

Next Generation E-Car

Elektroauto aus Recycling-Müll: Studenten der Universität im niederländischen Eindhoven bauten jetzt ihr neues E-Auto Luca. Es wiegt gerade einmal 360 Kilogramm (plus die Akkus), fährt 90 Stundenkilometer schnell und 220 Kilometer weit – und der Clou: Es besteht überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen und Plastikmüll, den Recycler aus dem Ozean gefischt haben. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Solarenergie in ihrem Newsletter.

Anstoß zum Projekt der Studenten gab nach ihrer eigenen Aussage die Erkenntnis, dass die Menschheit mit ünber 2 Milliarden Tonnen Müll jährlich so viel Abfall hinzterlässt, dass damit das Fußballstadion in Eindhoven „7380 Mal bis unter das Dach gefüllt wäre“.

Schnittiger Flitzer aus PET-Flaschen und Hausmüll
LUCA 2 Uni Eindhoven
Foto: Universität Eindhoven

Diesen Müll als neuen Rohstoff verwenden war Ziel der Studierenden. Es gelang ihnen tatsächlich ihren Sport-“Flitzer“ im schnittigen Roadster-Design weitgehend aus recycelten PET-Flaschen, Hart-Kunststoff und Haushaltsmüll zu konstruieren.

Die Luca-Karosserie mit den zwei Elektromotoren fährt dabei äußerst sparsam: Umgerechnet kommt sie mit 1 Liter Treibstoff ganze 180 Kilometer weit, schreiben die jungen Konstrukteure.

Den wiederverwerteten Kunststoff verstärkten die Autobauer dabei mit Naturfasern, um die Stabilität zu garantieren.

Die Ökobilanz des Materials verbessere jene des ursprünglich für die Flaschenproduktion verwendeten PET-Kunststoffs enorm. PET, so die Studierenden, könne bis zu 10 Mal wiederverwendet werden. Wenn der Rohstoff in Autos verbaut werde, strecke dies die Lebensspanne des Plastiks um ein vielfaches als bei der Verwertung im Flaschenrecycling.

Team-Mitglied Matthijs van Wijk fasst zusammen: „Mit Luca wollen wir den Wert von Müll als Rohstoff beweisen“ Zudem erhoffen sich die Studierenden ein Umdenken beim Konsum der Menschen und neue Anstöße für eine echte Kreislaufwirtschaft.

pit

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