Regierung einigt sich auf Kraftwerksstrategie

Regierung einigt sich auf Kraftwerksstrategie
Foto: stevepb/Pixabay CC/PublicDomain

Regierung einigt sich auf Kraftwerksstrategie

tagesspiegel.de: Deutschland wird den Bau neuer Gaskraftwerke subventionieren – darauf hat sich die Ampel-Regierung nun geeinigt. Allerdings sollen diese in Zukunft klimaneutral werden.

Nach langen Verhandlungen hat sich die Bundesregierung auf einen Kompromiss für den Bau neuer Kraftwerke verständigt.

Insgesamt solle zunächst die Errichtung von neuen Gaskraftwerken mit bis zu zehn Gigawatt Leistung ausgeschrieben werden, teilten Kanzleramt, Wirtschafts- und Finanzministerium am Montag mit. Die Förderungen sollen aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert werden, einem Sondertopf des Bundes.

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Die Kraftwerke sollen in den 2030er Jahren komplett auf Wasserstoff umgestellt werden. Planung und Genehmigung der Anlagen soll beschleunigt und die Pläne mit der EU-Kommission abgestimmt werden. Wie es aus Koalitionskreisen hieß, liegen die Kosten bei ungefähr 16 Milliarden Euro für die nächsten 20 Jahre. 

Laut Mitteilung wurde vereinbart, dass Konzepte für einen sogenannten Kapazitätsmechanismus erarbeitet werden sollen. Eine politische Einigung darüber solle innerhalb der Bundesregierung bis spätestens Sommer 2024 erzielt werden. Über einen solchen Mechanismus könnten Betreiber in einigen Jahren dafür honoriert werden, dass sie Kraftwerkskapazitäten vorhalten.

Weiter hieß es, die Planungs- und Genehmigungsverfahren für die in der Kraftwerksstrategie enthaltenen Kraftwerke sollten substanziell beschleunigt werden. Die gefundene Einigung zur Kraftwerksstrategie werde mit der EU-Kommission in Brüssel beraten.

Kraftwerke sollen Schwankungen bei Erneuerbaren ausgleichen

Die Regierung hatte über Monate um eine Verständigung gerungen. Im Kern geht es bei der geplanten Strategie um den Bau von Gaskraftwerken, die die wachsende, aber schwankende Einspeisung von Wind- und Solarstrom ausgleichen sollen. Energieunternehmen scheuen aber bisher Investitionen, weil sich die neuen Kraftwerke nicht rechnen.

Nun soll es schnell gehen. Laut einer Vorabmeldung des „Spiegel“ sollen die Ausschreibungen zur Förderung neuer wasserstofffähiger Gaskraftwerke in den kommenden drei bis vier Monaten ausgearbeitet werden. Die erste Auktion mit 2,5 Gigawatt Kapazität soll im Sommer stattfinden, drei weitere Auktionen mit derselben Höhe an Leistung bis spätestens zum Herbst 2025… weiterlesen

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