Sechs Anzeichen für den realen Klimawandel

Sechs Anzeichen für den realen Klimawandel
Screenshot: welt.de

Sechs Anzeichen für den realen Klimawandel

welt.de: CO2-Angaben auf jedem Produkt, mehr Geld für alternative Energien und sozialer Druck – das sind drei von sechs Wegen, die Forscher vorschlagen, damit Klimaschutz ganzheitlich gelebt wird. Doch das Beharrungsvermögen einiger könnte ihnen im Weg stehen.

Echte gesellschaftliche Trendwenden könnten nach Forscherangaben helfen, das Klima effektiv zu schützen. Ein internationales Team nennt dafür sechs Bereiche wie Energie, Finanzwelt und Bildung. Bis spätestens 2050 müsse der gesamte globale Treibhausgasausstoß auf Null reduziert sein, was tiefgreifende Änderungen nötig mache. Die Gruppe unter Führung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat zahlreiche Expertenvorschläge analysiert und präsentiert nun mögliche Trendwenden und Wege („Kippinterventionen“) zu ihnen.

Die Studie des Teams um den ehemaligen PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber erschien im Fachblatt „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften („PNAS“). Seine Vorschläge:

Energieerzeugung: Hier müsste der Trend weg von fossilen Brennstoffen gehen. Dabei ist vor allem die Politik gefordert: 2015 waren die Subventionen für Kohle, Erdöl und Erdgas noch mehr als doppelt so hoch wie die Subventionen für erneuerbare Energien. Außerdem empfehlen die Forscher einen Umbau der Energieversorgung von zentralen Kraftwerken hin zu dezentraler Energiegewinnung, etwa durch Solar- und Windkraft.

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Städte: Direkte und indirekte Emissionen von Gebäuden summieren sich weltweit zu 20 Prozent des Treibhausgasausstoßes. Die Wissenschaftler schlagen große Demonstrationsprojekte vor, in denen auch klimafreundliches Bauen gezeigt werden könnte. So könne ein großes Gebäude, das zu 80 Prozent aus laminiertem Holz errichtet werde, Tausende Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermeiden. Auch in der öffentlichen Infrastruktur von Städten besteht den Forschern zufolge ein großes CO2-Einsparpotenzial.

Finanzsystem: Wenn Investoren befürchten müssten, dass sich ihr Engagement bei fossilen Brennstoffen nicht mehr rentiert, könnten sie ihre Gelder aus dieser Branche abziehen. „Simulationen zeigen, dass nur neun Prozent der Investoren das System kippen könnten, was andere Investoren dazu veranlasst, dem zu folgen“, schreiben die Forscher. Es gebe bereits Anzeichen für einen Wendepunkt, nämlich Kürzungen bei der finanziellen und versicherungstechnischen Unterstützung von Kohleprojekten…. weiterlesen

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