So nutzen Sie das Internet nachhaltig

So nutzen Sie das Internet nachhaltig
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So nutzen Sie das Internet nachhaltig

Jahr für Jahr verbringen wir mehr Zeit im Internet. Höchste Zeit, einmal einen Blick auf das Thema Nachhaltigkeit zu werfen. Wo trägt das Netz zu einer grüneren Erde bei und wo herrscht Nachholbedarf? Kann das Internet zu einem nachhaltigeren Lebensstil führen? Mit diesen und weiteren Fragen haben wir uns beschäftigt.

Wege sparen Dank des Internets

Die Freizeitgestaltung der Deutschen hat sich immer mehr ins Internet verlagert. Gaming und Unterhaltung wird zum Großteil im Netz abgerufen, ob mobil oder am Computer. Das sorgt dafür, dass Anfahrtswege bei vielen Angelegenheiten wegfallen. Die Kino-Branche fällt seit einigen Jahren stark ab, da das Angebot von Streaming-Anbietern wie Netflix, Amazon Prime oder HBO im Internet breitgefächert, günstig und jederzeit abrufbar ist.

Ähnliches ist im iGaming zu beobachten, eine Sparte, die in der jüngeren Vergangenheit stark anwächst. Längst ist also alles, was sonst das stationäre Casino verspricht, auch digital möglich. Moderne Techniken ermöglichen es Spielern von nahezu überall am Glücksspiel teilzunehmen, einzig eine Internetverbindung und ein mobiles Endgerät ist notwendig. Neue Online Casinos operieren inzwischen quasi ausschließlich digital, wodurch nicht nur Nutzern der Anfahrtsweg erspart bleibt, auch Angestellte sind ortsungebunden.

Ebenso fallen dank der Möglichkeit von Homeoffice Anfahrtswege zum Arbeitsplatz weg, was ohne die Entwicklung der digitalen Infrastruktur nicht möglich wäre. In der Geschäftswelt tragen nicht nur Homeoffice & Co. zu einer grüneren Welt bei, sondern auch die Möglichkeit, Geschäftstreffen online über Zoom oder Microsoft Teams zu gestalten sorgt dafür, dass eine beachtliche Menge an Emissionen eingespart werden. Auch Banking wird – speziell von der jüngeren Generation – vermehrt über Smartphone oder Computer wahrgenommen.

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Vor nicht allzu langer Zeit waren Flugzeuge nach China, in die USA oder nach Süd-Amerika voll mit Geschäftsleuten, deren Ziel es war, Kunden oder Lieferanten zu treffen. Zusammenkommen wie diese finden, heute zum großen Teil online statt.

Grünes Internet

Das Internet bringt Leute zusammen, es ist jederzeit möglich, sich mit den verschiedensten Personen zu vernetzen. Unter anderem sind ganze Communities Online entstanden, die sich eine grünere Welt als Ziel gesetzt haben.

Regelmäßig verabreden sich Menschen online um umweltfreundliche Aktionen wie eine Strandreinigung vorzunehmen. Des Weiteren sorgen Netzwerke wie BlaBlaCar oder Airbnb dafür, dass Menschen Wohnraum oder Anreiseweg teilen und somit gemeinsam Energie einsparen. Ein enormer Vorteil des Internets ist schlichtweg die Vernetzung von Menschen mit ähnlichen Denkweisen. Aufmerksamkeit zu generieren und Lösungsansätze für Umweltprobleme zu schaffen war nie einfacher als heutzutage, wenn sich Gleichgesinnte mit wenigen Klicks vernetzen können.

Apps die zum Umweltschutz beitragen

Apps sind unser ständiger Begleiter. Sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Tablet werden sie tagtäglich genutzt. Erfreulicherweise tragen einige von ihnen zum Thema Umweltschutz bei. Wir freuen uns Ihnen die Apps etwas näherzubringen.

Codecheck – Ein Scanner für sämtliche Artikel im Supermarkt

Dank der CodeCheck App haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Produkte im Supermarkt auf Nachhaltigkeit zu prüfen. Alles, was Sie dabei machen müssen, ist die App aus Ihrem Playstore / App Store herunterzuladen und den Barcode des gewünschten Produktes zu scannen.

Anschließend werden Ihnen Informationen über Herstellung, Preis und Alternativen angezeigt. Besonderheiten der App sind unter anderem, dass schädliche Inhaltsstoffe und eine Ampel angezeigt werden. Die Farbe der Ampel zeigt Ihnen, wie umweltfreundlich das ausgewählte Produkt ist. Neben Lebensmitteln können auch Kosmetikprodukte geprüft werden.

Too Good To Go – Weniger Lebensmittelverschwendung

Diese App ist wirklich genial. Mit der Too Good To Go App können sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen dazu beitragen, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden. Die App zeigt Ihnen beispielsweise an, wenn Restaurants oder Bäckereien Produkte übrighaben, welche allerdings in unmittelbarer Zukunft nicht mehr verzehrbar sind. Dank den Ortungsdiensten werden User darüber informiert und können gratis oder stark vergünstigt die angebotenen Waren abholen und im Anschluss bedenkenlos verzehren.

Auch die Too Good To Go App ist sowohl für Android als auch für iOS verfügbar.

RegioApp – Pro regionale Lebensmittel

Dank der RegioApp können Sie ganz einfach und bequem regionale Lebensmittel ausfindig machen. Hier kommen wieder einmal die Ortungsdienste ins Spiel. Dank ihnen kann nach lokalen Restaurants, Bauernhöfen oder Märkten selektiert werden. Neben Öffnungszeiten der angesprochenen Lokalitäten ist sowohl ein Bewertungssystem als auch eine Produktpalette bzw. Speisekarte integriert.

Die RegioApp ist nicht nur als App für Apple und Android-Geräte verfügbar, sondern kann auch per Browser unter regioapp.org besucht werden.

So surfen Sie umweltbewusster

Da das Internet elektronisch betrieben wird und Verbrauch von Elektrizität mit Verbrauch von Ressourcen gleichkommt, haben wir einige Tipps für Sie bereit, um das Surfen im Netz grüner zu gestalten.

Die digitale Technik verbrauchte im Jahr 2022 beispielsweise 3,7 Prozent der ausgestoßenen Treibhausgase. Jede Suchanfrage bei Google und jeder Webseitenbesuch trägt seinen eigenen kleinen Teil dazu bei. Wie wir aber alle wissen, werden viele kleine Teile allerdings irgendwann zu einem Großen. Mit folgenden Tipps tragen Sie Ihren persönlichen Teil dazu bei, weniger Ressourcen im Netz zu verbrauchen.

Versenden Sie Links zum Download

Das Versenden von Word oder Excel Dokumenten kostet Energie. Aufgrund von Server- und Speicherplätzen beim E-Mail-Provider wird Energie verbraucht. Hier handelt es sich zwar um eine geringe Menge an Energie, trotzdem ist es möglich, durch den Versand von Download-Links einen geringen Teil einzusparen.

Nutzen Sie erneuerbare Energien

Mit grünem Strom können Sie nicht nur das Internet in Betrieb nehmen, sondern sämtliche elektrobetriebene Geräte in den eigenen vier Wänden. Grüner Strom wird auch Ökostrom genannt, welcher zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien produziert wird. Bei erneuerbaren Energien handelt es sich beispielsweise um Windkraft oder Solarkraft. Ein Wechsel des Stromanbieters ist in der Regel innerhalb von 6 Monaten möglich. Häufig lockt sogar ein günstigerer Tarif oder eine Wechselprämie.

Verwalten Sie Ihre Daten

Um Daten zu speichern, gibt es verschiedene Wege. Eine beliebte Option ist es, die Daten unkompliziert in einer Cloud zu speichern. Die hinterlegten Daten werden auf riesigen Servern gespeichert und verwaltet, was wiederum Energie kostet.

Sie haben die Alternative, Ihre Daten etwas Old-School auf einem externen Datenträger zu speichern, beispielsweise auf einer Festplatte oder auf einem USB-Stick.

Auch das regelmäßige Löschen Ihrer E-Mails sorgt dafür, dass weniger Energie verbraucht wird, da E-Mails ebenfalls auf Servern gespeichert werden.

Fazit

Das Internet sorgt dafür, dass Menschen online zusammenkommen und somit von überall aus miteinander kommunizieren können. Der sicherlich größte Vorteil darin besteht, dass Reisewege wegfallen und dementsprechend weniger CO2 ausgestoßen wird. Aufgrund von Speicherkapazitäten und Stromkosten ist allerdings nicht alles Gold, was glänzt. Hier besteht noch eine ganze Menge Nachholbedarf in der Gesellschaft. Das Ziel für die Zukunft muss es sein, den Energieverbrauch effizienter einzuteilen und in Sachen Stromzufuhr auf Energien wie Windkraft oder Sonnenkraft umzusteigen. Bis das so weit ist, kann jeder von uns seinen eigenen kleinen Teil dazu beitragen, das Internet so umweltfreundlich wie möglich werden zu lassen.

Nadja Jerzenbeck

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