Solarpaket als Befreiungsschlag für die Solarenergie

Solarpaket als Befreiungsschlag für die Solarenergie
Foto: Pixabay CC0

Solarpaket als Befreiungsschlag für die Solarenergie

Das jetzt vom Kabinett gebilligte Solarpaket bringt der Photovoltaik eine starke Erleichterung durch die Reduzierung unnötiger Bürokratie. Der Ausbau der Photovoltaik in Europa gewinnt an Fahrt, dank wertvoller Inputs von Unternehmen, Behörden und der Zivilgesellschaft.

Ein umfassender Dialog wurde im Rahmen der Photovoltaikstrategie geführt, der in einer 151-seitigen Zusammenstellung von schlankeren Verfahren und verbesserten Rahmenbedingungen in diesem Solarpaket gipfelte. Es handelt sich um eine Kombination aus öffentlicher Beteiligung und bürokratischer Vereinfachung.

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Die wichtigsten Highlights des Solarpakets sind:

  • Die umständliche Pflicht zur Direktvermarktung von Solarstrom, die insbesondere den Einzelhändlern mit großen Dächern zu schaffen machte, wurde vereinfacht.
  • Die gemeinsame Nutzung von von Photovoltaik erzeugtem Strom wird erleichtert, was überflüssige Bürokratie eliminiert. Betreiber müssen nicht länger die Pflichten von Stromversorgern erfüllen.
  • Stecker-Solaranlagen werden zu einer neuen Kategorie mit reduziertem Papierkram. Statt zwei Anmeldungen ist nur noch eine erforderlich, und dieser Prozess wurde weiter vereinfacht. Übergangsweise werden rückwärtslaufende Stromzähler toleriert. Diese Plug-and-Play-Systeme können nun neben Dachsolaranlagen existieren, ohne diesen zu schaden.
  • Stärkung und Unterstützung von AgriPV, der Kombination von Solar mit landwirtschaftlicher Nutzung, sowie Initiativen wie ParkplatzPV, BiodiversitätsPV und FloatingPV. Nachhaltige Praktiken werden in die Photovoltaik-Generation integriert, um Biodiversität zu fördern.
  • Die Aufrüstung veralteter Solarmodule mit leistungsfähigeren wird gefördert und Überkompensation vermieden.
  • Das vereinfachte Netzanschlussverfahren erstreckt sich nun von 10,8 kW auf Installationen von bis zu 30 kW. Zusätzlich werden Zugangsrechte für erneuerbare Anschlüsse erleichtert.
  • Anlagenzertifikate sind nun erst ab 270 kW Einspeiseleistung (bisher 135 kW) erforderlich. Die vereinfachten Einheitszertifikate sind leichter zugänglich.

Nach dem Beschluss der Regierung ist jetzt der Bundestag am Zug. Die Mitglieder des Parlaments haben nun die Möglichkeit, das Solarpaket zu verfeinern und zu beschleunigen. Die gemeinsame Weitergabe von Ideen zur Stärkung der Solarenergie gegenüber Bundestagsvertretern wird unterstützt, um gemeinsam eine nachhaltigere Energielandschaft zu schaffen. (Quelle: sven-giegold.de)

hjo

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