Solarworld-Revival mit Schweizer Investor

Solarworld-Revival mit Schweizer Investor
Foto: Andreas senftleben/Pixabay CC/PublicDomain

Solarworld-Revival mit Schweizer Investor

Der Schweizer Tech-Investor Meyer Burger Technology mit seinem deutschen Chef Gunter Erfurt will die Reste des einstigen Bonner Solar-Vorzeigeunternehmens Solarworld von seinen chinesischen Besitzern kaufen. Die hatten den es nach der Insolvenz übernommen. Erfurt will mit dem Coup den „Solar-Standort Europa wieder flott machen“, berichtet Businesslive.

Rund 100 Kilometer südlich von Berlin soll erneut die Fertigung der Solarzellen angesiedelt sein. Bereits 2021 könne das nun neue Unternehmen seine Arbeit dort gut zwei Jahre nach der Insolvenz wieder auf deutschem Boden starten und Sonnen-Panels produzieren.

Ex-Standort um Bitterfeld soll wieder „Solar-Valley“ werden
Solar Valley Screenshot MDR
Screenshot: MDR

Die Firma setzt auf den künftig weiter steigenden Bedarf an Technologie für den europäischen Solar-Markt und den Absatz von immer mehr Ökoenergie. Erfurt sieht ein Problem darin, dass die ganze Welt sich dabei jedoch abhängig vom chinesischen Markt gemacht habe und die Produktion der Solar-Technologie ganz nach Fernost verlegt habe.

Sein Unternehmen kaufte daher für 165 Millionen Franken (153 Mio €) die vor Jahren nach China abgewanderten Patente aus der Insolvenzmasse von Solarworld zurück. Südlich von Berlin im so genannten „Solar Valley“ in der region um Bitterfeld mietete Meyer Burger Technologyein Fabrikgebäude an, in denen im kommenden Jahr schon die ersten neuen Sonnenkollektoren gebaut werden sollen.

Eigene Solarproduktion soll Erreichen der EU-Klimaziele sichern

Damit wollen die Schweizer die Sonnen-Tradition in der Region um den Ex-Chemiestandort Bitterfeld reanimieren.

Analysten des European Commission’s Joint Research Centre begrüßen den Schritt. Ohne eigene Produktion an Solarzellen, so zitiert Businesslive ihre Meinung, könne die Gemeinschaft die selbstgesetzten EU-Klimaziele bis 2030 nicht erreichen.

pit

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