29.01.2019

1,2 Billionen To. Kippen verschmutzen jährlich den Planeten

Foto: Peka / Pixabay CC0

Laut Weltgesundheitsbehörde (WHO) produziert die Tabak-Industrie jedes Jahr sechs Billionen Glimm-Stengel. Viele der Zigarettenkippen werden achtlos weggeworfen und belasten so Böden und Gewässer. Ein Drittel (35 Prozent) des unachtsam weggeworfenen Mülls in Deutschland besteht aus Zigarettenkippen, berichtet tagesschau.de. Nach Angabe des Bundesumweltministeriums machen sie allein an den Ostseestränden fast ein Zehntel des Mülls aus, heißt es weiter. Das Problem aber ist nicht nur die Umweltverschmutzung. Die Filter bestehen aus Kunststoff, der sich in der Natur nur sehr langsam zersetzt und sich in Böden und Gewässern anreichert. Vor allem durch Vögel und Fische kann somit Mikroplastik leicht in unsere Nahrungskette gelangen.

 

Darüber hinaus sammeln sich in den Zigarettenfiltern neben dem Nikotin weitere giftige Stoffe wie Arsen, Cadmium, Nickel oder Chrom an. Diese gelangen dann durch Regen in Böden sowie Grund- und Oberflächenwasser. Es könne nicht ausgeschlossen werden, "dass sie über diesen Pfad auch in die Nahrungskette gelangen", schreibt das Bundesumweltministerium. Beeinträchtigungen des Trinkwassers seien der Bundesregierung aber nicht bekannt, zitiert tagesschau.de. Entsorgt werden die Kippen derzeit durch die öffentlich-rechtliche Abfallwirtschaft, deren Kosten über die Abfallgebühren von der Allgemeinheit getragen werden. Die Bundesumweltministerin will daher die Hersteller von Zigaretten künftig an den Kosten der Reinigung von Stränden oder Parks entsprechend beteiligen.

 

 

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Übrigens kann jeder Raucher, der seine Kippen nicht in Mülleimern entsorgt, mit Bußgeld belegt werden. Das unachtsame Wegwerfen von Zigaretten gilt in Deutschland nämlich als Ordnungswidrigkeit. Aber wie sagt schon der Volksmund: Wo kein Kläger da kein Richter. (Quelle: tagesschau.de)


red

 

 

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