07.02.2019

2018 war das viert wärmste Jahr den Aufzeichnungen

Foto: NASA Earth Observatory / Joshua Stevens

Die globalen Oberflächentemperaturen der Erde im Jahr 2018 waren laut unabhängigen Analysen der NASA und der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) die viert wärmsten seit 1880. Die globalen Temperaturen waren 2018 um 0,83 Grad Celsius wärmer als die Mittelwerte von 1951 bis 1980, sagen Wissenschaftler des Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA. Nur 2015, 2016 und 2017 waren noch wärmer.

 

„2018 ist wieder einmal ein extrem warmes Jahr, zusätzlich zu einer langfristigen globalen Erwärmung“, sagte GISS-Direktor Gavin Schmidt. Seit den 1880er Jahren ist die durchschnittliche Oberflächentemperatur um 1,1 Grad Celsius gestiegen. Diese Erwärmung wurde zum größten Teil durch die erhöhten Emissionen von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen in die Atmosphäre verursacht, so Schmidt.

 

Die Weltwetterorganisation WMO schreibt in ihrem neusten Bericht: Das von einem starken El-Niño-Ereignis beeinflusste Jahr 2016 ist nach wie vor das wärmste Jahr (1,2° C über der vorindustriellen Basis). Die globalen Durchschnittstemperaturen lagen 2017 und 2015 beide um 1,1° C über dem vorindustriellen Niveau. Die letzten zwei Jahre sind praktisch nicht zu unterscheiden, da der Unterschied weniger als ein Hundertstel Grad beträgt, was geringer ist als die statistische Fehlerquote.

 

"Viele der extremen Wetterereignisse stimmen mit dem überein, was wir von einem sich verändernden Klima erwarten. Dies ist eine Realität, der wir uns stellen müssen. Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und zur Anpassung des Klimas sollten weltweit oberste Priorität haben", so der Appell des WMO-Generalsekretärs Petteri Taalas.

Diese animierte Grafik zeigt den saisonalen Zyklus in globalen Temperaturanomalien für jeden Monat seit 1880. Jede Zeile zeigt, um wie viel die globale Monatstemperatur zwischen 1980 und 2015 über oder unter dem jährlichen globalen Durchschnitt lag. Die rechte Spalte listet jedes Jahr auf, wenn ein neuer globaler Temperatursatz eingestellt wurde. Diese saisonalen Anomalien stammen aus der Retrospective-Analyse für Modernes Zeitalter für Forschung und Anwendungen, Version 2 (MERRA-2), die vom Global Modeling and Assimilation Office der NASA betrieben wird. © NASA Earth Observatory / Joshua Stevens

Die Erwärmungstendenzen sind in den arktischen Regionen am stärksten ausgeprägt, begleitet von anhaltendem Eisverlust. Die Massenverluste aus den grönländischen und antarktischen Eisflächen haben auch zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen. „Die Auswirkungen der langfristigen globalen Erwärmung sind bereits spürbar - bei Küstenüberflutungen, Hitzewellen, heftigen Niederschlägen und Ökosystemveränderungen“, sagte Schmidt.

 

Für die WMO übrigens hat das Jahr 2019 begonnen, wo 2018 aufgehört hat: Der Beginn des Jahres war geprägt von gefährlicher und extremer Kälte in Nordamerika, Rekordhitze, Waldbränden und Niederschlägen in Australien, Rekordtemperaturen und -niederschlägen in Teilen Südamerikas sowie starkem Schneefall in den Alpen und dem Himalaya. Auch befürchtet die WMO, dass 2019 wieder ein El Niño Jahr werden könnte. Dann dürfte 2019 noch wärmer werden.

 

Weitere Infos bei der NASA und der WMO...


hjo

 

 


Diese farbcodierte Karte in der Robinson-Projektion zeigt einen Verlauf von Änderungen der globalen Oberflächentemperaturanomalien von 1880 bis 2018. Höhere als normale Temperaturen werden in Rot angezeigt und niedrigere als normale Termperaturen werden in Blau angezeigt. Das endgültige Bild zeigt die globalen Temperaturen, die von 2014 bis 2018 im Durchschnitt für fünf Jahre gemessen wurden. Music: Sculpture by Axel Coon [GEMA], Ralf Goebel [GEMA] © NASA's Goddard Space Flight Center

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