08.01.2019

2019 beginnt mit weiteren Plastikverboten weltweit

Foto: Pixabay CC0 / orcrist

Ein Verbot für bestimmte Plastik-Einwegartikel soll europaweit ab 2021 gelten. Dazu gehören Plastikteller- und -besteck, Strohhalme und Rührstäbchen. Da sind andere Ländern, Kommunen und Firmen schon weiter. Seit 1. Januar sind in Jamaika, Barbados, Belize, auf den Bahamas, in Costa Rica, auf Dominica, Grenada sowie Trinidad und Tobago Verordnungen zum Verbot von Einwegbehältern aus Kunststoff und Polystyrol in Kraft. Die Staaten haben dafür interne Vorbehalte von Seiten der Wirtschaft ignoriert, welche um eine Verschiebung des Inkrafttretens ersucht hatten, so travelnews.ch.

 

Auch in New York City hat es einen umweltfreundlichen Jahresbeginn gegeben. Seit dem 1. Januar dürfen bestimmte Styropurprodukte nicht mehr in Besitz, Verkauf oder Verwendung sein. Dazu gehören Styropurbehälter, Becher, Teller, Schüsseln, Tabletts und Erdnussverpackungen. Seit 2013, also ganze 5 Jahre, hat die Stadt mit Restaurantbetreibern und Lobbyisten wegen des Verbots diskutiert. Bis zum 30. Juni gilt noch eine sechsmonatige "Warnfrist". Ab 1. Juli werden Verstöße mit Geldbußen geahndet, der Erste 250 $, der Zweite 500 $, ein Dritter oder mehr 1.000 US-Dollar.

 

 

Hotelketten sagen Plastik adé

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Australien gelang es innerhalb von nur 3 Monaten den Plastiktütenverbrauch um 80 % zu senken. Und das nicht durch ein staatliches Verbot, sondern durch Einzelaktionen. So verbannten die beiden größten Supermarktketten Australiens, Woolworth und Coles, die umweltschädigenden Einwegtüten beispielsweise aus allen Geschäften in den Staaten Western Australia und Queensland. South Australia und Tasmanien sprachen ein generelles Verbot aus, berichtet nypost.com.

 

Weltweit haben sich inzwischen mindestens 32 Länder zu einem Komplettverbot der Einwegtüte entschlossen, davon allein 18 in Afrika. Chile ist seit 2018 übrigens der erste Staat auf dem amerikanischen Kontinent und in den USA sind es lediglich Kalifornien und Hawaii, die ein solches Verbot bereits erlassen haben. Trotz aller positiven Zeichen für ein Umdenken in Sachen Müll und speziell Plastikmüll, bleibt die dringende Aufforderung an jeden einzelnen, soweit wie möglich auf Plastik ganz zu verzichten.


hjo

 

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