50 Prozent weniger Treibhausgas beim Essen

Foto: ap/B. Thorn

50 Prozent weniger Treibhausgas: Wenn alle Briten künftig nur noch vegetarisch oder gar vegan essen, könnten sie so viel Klimakiller-Gase einsparen, dass die Summe etwa der Hälfte aller heute aus ihren Autos in die Luft geblasenen Abgase entspricht: 40 Millionen Tonnen pro Jahr. Das errechneten jetzt Forscher der Lancaster University in der Zeitschrift „Energy Policy“. Dafür kalkulierte Professor Nick Hewitt den typischen Treibhauseffekt von 61 der gängigsten Nahrungsmittel unserer Nachbarn jenseits des Ärmelkanals. Sie erkannten, dass die Briten allein durch die bloße Umstellung ihrer Nahrung – weniger Burger, mehr Gemüse – leicht zwischen 22 und 26 Prozent weniger Treibhausgase verursachen können.

Hewitt und sein Mitautor Mike Berners-Lee von der Beratungsfirma Small World Consulting beschreiben die ökologischen Fußabdrücke: Die Erzeugung eines einzigen Kilogramms Fleisch komme so auf ein Äquivalent von 17 Kilogramm Kohlendioxid, Käse auf immerhin 15 Kilogramm und Bacon immerhin noch auf neun Kilogramm CO2.

Während exotische Obst und Gemüse zwar besser als Frischfleisch abschneiden – immerhin schlagen aber Pilze noch mit neun Kilogramm CO2-Äquivalent zu – verbessern allenfalls Kartoffeln, Wein oder Getreide mit je etwa zwei Kilogramm diese Klimabilanz des Essens.

„Kuchen, Bananen oder Bier“, betonen die Forscher, „alles hat seinen Preis – berechnet in CO2.“ Die Herstellung der Mahlzeiten aller Briten, so berechneten die Wissenschaftler, komme danach auf satte 167 Millionen Tonnen Treibhausgas-Äquivalente. „Wir müssen uns aber klar darüber werden, dass jede unserer Aktivitäten zum Klimawandel beiträgt.“

 

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