86 Prozent verpassen günstige Energiepreise

STromzähler Foto: ap/Andreas Morlok

Alle stöhnen über hohe Strompreise – aber nur 14 Prozent der Verbraucher ziehen Konsequenzen: Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Ökoenergieversorgers Polarstern. Fazit: 86 Prozent verpassen die Chance, jetzt günstigere Energiepreise zu buchen.

Die Masse der Verbraucher sei „eigentlich auf der Suche nach Möglichkeiten, ihre Energiekosten zu senken“, stellt Birgit Holfert vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dazu klar. auch der Wille, mit dem eigenen Strombezug wirklich etwas zu verändern und die Energiewende voranzutreiben, nehme zu, zitiert Polarstern die Verbraucherschützerin in einer Pressemeldung zur aktuellen Meinungsumfrage: Alles was Energiekunden jetzt zum Wechseln brauchten, sei die Abrechnung des bisherigen Energieversorgers. „Abhängig vom Verbrauch sind so Ersparnisse von jährlich bis zu mehreren hundert Euro möglich“, betont Polarstern. Wer dabei zudem zu einem Ökoenergietarif wechsele, „der unterstützt mit seinem Energiebezug weltweit konkrete Projekte im Sinne der Energiewende“.

 

Jetzt ist Wechselzeit: günstige Energietarife sichern

 

Dass allerdings nur so wenige Menschen ihren Energieversorger kündigen und zu einem günstigeren wechseln, liege nicht nur an den Verbrauchern. Für Polarstern-Gründer Florian Henle tragen die Versorger daran eine Mitschuld: Der Unterschied in ihrem Auftreten und ihrem Angebot sei oft marginal. „Warum soll da einer wechseln“, fragt er.

Holfert verweist indes auf das schmale Zeitfernster, das für den Anbieterwechsel bleibt. „Die meisten Energieversorger gewähren bei Preiserhöhungen ein Sonderkündigungsrecht. Allerdings räumen viele ihren Kunden dazu nur 14 Tage Zeit ein.“

Ob ein Sonderkündigungsgrund vorliege, das stehe in den jeweiligen Vertragsbedingungen. „In den meisten Fällen kommen die Kunden sehr gut aus ihrem Vertrag heraus“, so die Energiespezialistin.

Wenn sich ein Versorger querstelle, empfiehlt sie den Gang zur Rechtsberatung bei den Verbraucherzentralen.

 

 

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