AKW an deutscher Grenze mit mysteriösem Befund

Foto: wikimedia CC/GNU 1.2/Roland Zumbühl

Beunruhigende Befunde in AKW: Im Atommeiler von Beznau (Schweiz) an der Grenze zu Deutschland entdeckten Wartungsarbeiter „bislang ungeklärte Schwachstellen“. Das berichtet jetzt energiezukunft, die Kundenzeitschrift des Energie-Unternehmens Naturstrom.

Die AKW-Arbeiter durchleuchteten routinemäßig die Stahlwände, die den Reaktor-Kern absichern sollen. Mit neuen Geräten entdeckten sie dabei jedoch im Stahlmantel, laut dem Kundenmagazin des Ökostrom-Versorgers, „mysteriöse Befunde, großflächig gestreute Flecken von beunruhigender Größe“.

 

Laufzeiten der Atomkraftwerke neu überdenken

 

Der Atom-Meiler sei erst einmal bis zum Frühjahr 2016 wegen „Unregelmäßigkeiten“ abgeschaltet. In dem Bericht heißt es wenig beruhigend für alle Anwohner des AKW weiter: „Ähnliche Befunde hatten bereits in Belgien zu einer Abschaltung von zwei Atommeilern geführt Denn die Ursachen für die Flecken sind nicht geklärt und somit auch nicht die Gefahr die von ihnen ausgeht.“

Zu den Spekulationen über die Ursache der mysteriösen Erscheinungen schreibt das Blatt: „Es könnte sich um Einschlüsse handeln, etwa Kohlenstoff-Nester, die durch Fehler während der Schmiedearbeiten eingeschlossen wurden. Das hätte zur Konsequenz, alle Atomkraftwerke zu überprüfen, die ihre Reaktordruckbehälter von diesem Hersteller bezogen haben.“

Die Situation könnte sich aber noch zuspitzen, vermutet der Ökostrom-Versorger: Sollte sich aber herausstellen, dass die Schwachstellen erst im Laufe des Betriebs entstanden sind und sich im Laufe der Jahre vergrößert haben müsste grundsätzlich überprüft werden, ob Kernspaltung und Radioaktivität den Stahlmantel eines Druckbehälters stärker belasten als man bislang angenommen hatte – das würde dann wohl alle Atomkraftwerke weltweit betreffen.

Das würde eine Neubewertung der Laufzeiten für AKW bedeuten. Abgeordnete der Grünen jedenfalls fordern aus Sicherheitsgründen zunächst einmal die Abschaltung aller Meiler an der Grenze zu Deutschland.


pit

 

 

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