Belohnung fürs Radfahren und Zu-Fuß-Gehen

Ole Jacob Flæten radelt durch Lillestrøm Screenshot: Zeit-Online

Ole Jacob Flæten hat Großes vor: Der Bürgermeister der norwegischen Stadt Lillestrøm will seine Mitbürger zu Fußgängern und Fahrradfahrern erziehen. Mit ein wenig finanzieller Nachhilfe scheint es zu klappen. Er zahlt jedem, der sein Auto in der Garage lässt 12 Euro.

Der 61-jährige Flæten glaubt daran: „Der Autoverzicht lohnt sich für die Gesellschaft“, sagt es in einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit. „Es ist gut für unsere Gesundheit, für die Umwelt und fürs Verkehrswesen.“

 

Vision der „Innenstadt ohne Autos“ kommt an in Lillestrøm

 

Statt in neue Parkhäuser oder breitere Straßen zu investieren, will der Rathauschef aus Lillestrøm mit dem Geld im Stadtsäckel lieber die Bürger belohnen, die sich umwelt- und klimafreundlich fortbewegen. Getreu seiner Vision: „Unser Ziel ist es, dass im Innenstadtbereich keine Autos mehr an der Oberfläche parken.“ Dort will er lieber noch mehr Radwege bauen und den Menschen den Umstieg schmackhafter machen.

Die kleine Prämie, die er seinen Bürgern zukommen ließ, ist für Ole Jacob Flæten eine „umgekehrte Maut“. Von den Reaktionen der Menschen in seiner Stadt ist er begeistert: „Die meisten haben sich darüber gefreut“, sagt er. Einige wollten den Betrag sogar an Bedürftige spenden.

Das Geld sieht er gut investiert. „Gewohnheiten zu ändern ist schwierig“, weiß der Bürgermeister, „die öffentliche Hand kann mithelfen, ökonomisch und mittels Regularien.“ Und durch das Vorbild seiner Repräsentanten. Flæten etwa fährt zu Dienstterminen mit dem Wasserstoffauto aus dem städtischen Fuhrpark – oder im Sattel seines E-Bikes.


pit

 

 

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