10.07.2019

Big Data in der Umwelttechnik

Foto: Thomas Müller/Pixabay CC/PublicDomain

Warum Daten für professionelle Umwelttechniken immer wichtiger werden und welche Möglichkeiten sich dadurch für die Nachhaltigkeit beim Umweltschutz ergeben.

Die Auswertung großer Datenmengen spielt in vielen Bereichen eine wichtige Rolle. So auch in der Wetter- und Klimaüberwachung, denn es müssen zahlreiche Daten zu den Umweltfaktoren gemessen, ausgewertet und gespeichert werden. Damit sich dieser Vorgang überhaupt in einer angemessenen Zeitspanne abschließen lässt, werden immer häufiger Big-Data-Systeme eingesetzt. Was aber bedeutet „Big Data“ überhaupt und was muss bei der Umsetzung beachtet werden?

 

Was genau ist unter dem Begriff "Big Data" zu verstehen?

 

Big Data ist ein englischer Begriff, der im Grunde große Datenmengen umschreibt. Im Allgemeinen beschreibt er die Datenmengen, die zu groß, zu schnelllebig oder zu komplex sind, um konventionell verarbeitet zu werden.

Zudem werden unter dem Ausdruck auch moderne IT-Systeme und Lösungen zusammengefasst, die sich für die Auswertung und das Sammeln großer Datenmengen nutzen lassen.

In Bezug auf die Mengen der Daten steht das "Big" in Big Data für die drei Dimensionen und bezeichnet damit stellvertretend Geschwindigkeit, Bandbreite und Volumen. Die Geschwindigkeit beschreibt hierbei die transferierten Datenmengen pro Zeit, während die Bandbreite die Vielfalt der Quellen und Datentypen angibt. Dabei können die Daten, die es zu verarbeiten gilt, aus vollkommen unterschiedlichen Quellen stammen.

In der Umwelttechnik bilden beispielsweise Sensoren für Umwelt- und Klimatechnik, komplexe Rechenmodelle und weitere externe Datenquellen die Grundlage für eine entsprechende Analyse.

 

Thema wird im Bereich Umwelttechnik und Umweltschutz immer wichtiger

 

Im Hinblick auf den Umwelttschutz bringt Big Data ein großes Potenzial mit, denn neben dem Finanzsektor kann beispielsweise auch die Logistikbranche von Big-Data-Anwendungen profitieren. Hier ist der Schiffsverkehr ein gutes Beispiel: Sobald ein Container-Schiff seinen Heimathafen verlässt, kann ein solches System eine Prognose erstellen und mitteilen, wann das Schiff den Zielhafen erreichen wird. Damit können bereits im Zielhafen entsprechende Vorbereitungen für ein möglichst schnelles, problemloses Eintreffen der Fracht getroffen werden. Das Schiff wird während der gesamten Fahrt überwacht, sodass entsprechende Wetteränderungen, die etwa die Ankunft herauszögern oder Routenänderungen voraussetzen würden, direkt weitergeleitet werden können.

Diese ganzen Aspekte sparen enorme Mengen an Treibstoff, da ein reibungsloser und effizienter Ablauf von vornherein garantiert ist. Insofern ein Schiff dieser Dimensionen nur mit halber Kraft unterwegs ist, können Einsparungen von mehr als 150 Tonnen Diesel pro Stunde eingespart werden.

 

Vorteile und Chancen von Analysen großer Datenmengen in der Umwelttechnik

 

Foto: Erich Westendarp/Pixabay CC/PublicDomain

Mit Hilfe von Big Data kann speziell in der Umwelttechnik sowohl die Erfassung als auch die Auswertung von wichtigen Umweltdaten deutlich optimiert werden. Moderne Datenverarbeitungssysteme ermöglichen so eine sehr weltweite Erfassung verschiedener Umweltdaten und sind in der Lage, diese in Echtzeit an entsprechende Stellen weiterzuleiten.

So können Rollbahn- und Straßensenoren zum Beispiel genau feststellen, inwiefern die Fahrbahn vereist ist. Darüber hinaus können sie sogar den Zustand der Fahrbahn genau überwachen. Sobald kritische Werte durch die Sensoren erfasst werden, wird durch die intelligente Technik sofort eine Warnung weitergeleitet: So kann die Sicherheit im Straßen- und Flugverkehr erheblich gesteigert werden.

Im Bereich der Meteorologie ist hingegen die Auswertung von Schneehöhen- und Wolkensensoren ein sehr wichtiges Arbeitsgebiet.

 

Einsatzmöglichkeiten für Big Data: Wie Umwelt- und Klimaschutz davon profitieren

 

Längst kommen intelligente Wettersensoren wie spezielle Schneehöhenmesser nicht nur im Zuge von Wettervorhersagen zum Einsatz, sondern die Daten sind auch für den Bahn-, Flug- und Straßenverkehr von großer Bedeutung. Zudem ist auch die Analyse der Luftzusammensetzung ein wichtiges, interessantes Arbeitsgebiet der Umwelttechnik. Hier kommen modernste Geräte zum Einsatz, die sowohl den Feuchtigkeitsgehalt als auch die Schadstoffe in der Luft erfassen und speichern können.

Unter anderem werden solche Systeme bei Messungen zum Raumklima in Gebäuden jeglicher Art eingesetzt. Auch in Großstädten werden die Geräte immer häufiger verwendet, damit beispielsweise der Stickoxid- oder CO2- Anteil gemessen werden kann.

 

Das Fazit

 

Für die Umwelttechnik bringt die Verwendung von Big Data zahlreiche Vorteile mit. Insbesondere im Hinblick auf die Verkehrssicherheit besteht ein außerordentlich großes Potenzial, wenn eine Verarbeitung großer Datenmengen problemlos gelingen kann.

 

Peter Schmidt

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