Brennwerttherme – nachhaltige Wärme der Zukunft

Foto: ©istock.com/RuslanDashinsky

Im Winter gibt es nicht nur kurze Tage, sondern es wird auch sehr kalt. Damit es in den vier Wänden zu Hause gemütlich bleibt, muss eine passende Heizung her. Schließlich fühlt sich niemand wohl, wenn er in seinen eigenen vier Wänden friert.

Auch dann, wenn - wie jetzt nach der vergangenen Heizperiode - die nächste hohe Energierechnung ins Haus flattert, fühlt sich niemand besonders gut.

Daher sollte auf eine Wärmequelle zurückgegriffen werden, die zuverlässig und preiswert ist. Doch die Auswahl an Systemen ist groß: Gas oder Öl? Strom oder Holz? Auch die Frage, ob eine Fußbodenheizung oder Heizkörper zum Einsatz kommen, muss gelöst werden.

Wir gehen nachfolgend einmal näher auf eine Gas-Brennwerttherme ein und schildern, wie sie funktioniert.

 

Die Funktionsweise einer Gas-Brennwerttherme

 

Eine Brennwerttherme, die mit Gas arbeitet, erzeugt durch die Verbrennung von Erdgas Wärme. Sie zählt zu den am häufigsten eingesetzten Wärmeerzeugern in Deutschland. Moderne Thermen benötigen heutzutage ein Zehntel weniger Brennstoff als zum Beispiel ein Niedertemperaturwärmeerzeuger. Denn bei der Brennwerttechnik wird die Wärme, die im Abgas enthalten ist, inzwischen hervorragend genutzt und bietet somit eine deutlich bessere Energieeffizienz als eine konventionelle Heizung.

Dies liegt unter anderem daran, dass eine Brennwerttherme mit geringeren durchschnittlichen Temperaturen arbeitet als ein sogenannter Niedertemperaturkessel. Für eine Wandheizung reichen zum Beispiel bereits Vorlauftemperaturen aus, die zwischen 35 und 65 Grad Celsius (°C) liegen. Bei der Rücklauftemperatur sind es nur 35 bis 50 °C. Eine Fußbodenheizung kann sogar mit noch deutlich geringeren Temperaturen genutzt werden, hier sind es im Vorlauf 32 °C und im Rücklauf 22 °C.

 

Brennwert: entstehende Kondensationswärme wird genutzt

 

Wenn eine Heizung Erdgas verbrennt, dann entsteht dadurch Wasserdampf. Dieser Wasserdampf wird über das Abgas bei einer Brennwerttherme genutzt und durch einen Wärmetauscher heruntergekühlt. Dadurch kondensiert der Wasserdampf und die durch diesen Vorgang entstehende Konventionswärme wird von der Heizungsanlage zusätzlich genutzt, was somit eine hohe Energieeinsparung mit sich bringt.

Die Funktionsweise ist einfach zu erklären: Wasser kann nicht höher als auf 100 °C erhitzt werden, selbst dann, wenn noch mehr Energie zugeführt wird. Stattdessen verdampft das Wasser. Wird der Wasserdampf abgekühlt und kondensiert dieser, dann erfolgt eine Freisetzung der zugefügten Energie. Diese beträgt exakt die Energie, die dafür aufgewendet wurde, um Wasserdampf zu erzeugen. Dies wird als Brennwert bezeichnet.

 

Felix Bruhn

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