03.05.2019

Britisches Unterhaus ruft den Klimanotstand aus

Foto: https://www.facebook.com/JeremyCorbynMP

Die Stadt Konstanz am Bodensee hat als erste deutsche Stadt den Klimanotstand ausgerufen. Der Gemeinderat hat den Beschluß enstimmig angenommen. Damit werden alle künftigen Entscheidungen unter einen Klimavorbehalt gestellt.

 

Ein Tag vorher, am 1. Mai, hat das britische Unterhaus den von Labour-Chef Jeremy Corbyn eingereichten Antrag, den Notstand im Bezug auf die Umwelt- und Klimakrise auf nationaler Ebene auszurufen, angenommen. Eine Abstimmung wurde nicht benötigt, da auch konservative Parlamentarier nicht dagegen waren. Der Antrag umfasst dringende Maßnahmen in Richtung einer grünen industriellen Revolution mit Veränderungen im Transport- und Verkehrswesen, in der Landwirtschaft und in anderen Bereichen.

 

Nach der Debatte bekräftigte Corbyn seine Hoffnung, dass die Entscheidung „eine Welle von Aktionen seitens Parlamenten und Regierungen auf der ganzen Welt in Gang setzen wird“ und verpflichtete sich, „mit allen Ländern zusammenzuarbeiten, die ernsthafte Absichten haben, die Klimakatastrophe zu bekämpfen“. Er betonte die Notwendigkeit, „Donald Trump klar und deutlich zu sagen, dass er internationale Vereinbarungen und Maßnahmen zur Klimakrise nicht länger ignorieren kann“.

 

 

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Umweltminister Gove versprach, das Thema bei dem bevorstehenden Besuch des amerikanischen Präsidenten in Großbritannien zu erörtern und fügte hinzu: „Die USA sind das umweltschädlichste Land der Welt und müssen daher auch entsprechend Verantwortung übernehmen“. (Quelle: Pressenza)

 

Übrigens hat London bereits eine ähnliche Resolution verabschiedet. Die Stadt gehört damit zu einer Reihe von Städten weltweit, die den Forderungen von Umwelt- und Klimaschützern gefolgt sind. Unter ihnen sind unter anderem auch Los Angeles, Vancouver, Basel und eben jetzt Konstanz.


red

 

(Dieser Text ist unter einer Creative Commons Attribution 4.0 International-Lizenz lizenziert)

 

 

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