China: Milliarden im Kampf gegen dicke Luft

Platz des Himmlischen Friedens Foto: photocase/p4tr4sch

China investiert für saubere Luft. 277 Milliarden US-Dollar (knapp 209 Mia. €) will der Staat laut Chinese Academy for Environmental Planning in den kommenden fünf Jahren investieren, damit den Chinesen das atmen in den Städten wieder leichter fällt.

Die Nachrichtenagerntur Reuters zitiert den Vizechef der nationalen Umweltplanungsbehörde. Wang Jinnan sagte demnach, die neue Pekinger Führung plane, die immense Luftverschmutzung im Reich der Mitte bis 2017 um 25 Prozent zu reduzieren.

Davon, so schreibt etwa Grist Magazine profitierten dann keinesfalls nur Chinesen. Die dicke Luft aus China nämlich treibe mittlerweile auch über den ganzen Pazifik und erreiche die Westküste Amerikas. Binnen einer Woche treibt der Jet-Stream die mit Partikeln beladene Luft nach Kalifornien und Kanada.

 

Blei aus China weht bis nach San Francisco

 

Das Fachblatt Environmentasl Science & Technology hatte von immer dickeren Bleischwaden berichtet, die aus China nach Amerika wehen. Sie sind Folge des ungebremsten Wirtschaftsbooms und der fehlenden Umweltauflagen in Asien.

Fast 30 Prozent des in der Luft über der Bucht von San Francisco gemessenen Bleigehalts, stamme aus den Ländern Asiens, berichteten Wissenschaftler aufgrund ihrer Messungen.

Die Ankündigung, sich der Luftqualität in China anzunehmen, passt zu weiteren Anstrengungen, die Folgen des ungebremsten Wachstums zu bekämpfen. Im Frühjahr hatte die Führung die Einführung einer CO2-Steuer nicht mehr ausgeschlossen.

 

Unruhe nach dem langen Smog im Winter

 

Auslöser der neuen „sauberen“ Politik sind vermutlich die wochenlang andauernden Smogprobleme in den großen Städten im Osten des Landes, die das Land im zurückliegenden Winter in Atem hielten.

Der immer größere soziale Unmut über die schlechten Umweltbedingungen hatte zu spontanen Protesten an vielen Orten und in den Provinzen geführt. Die Kader mussten handeln.

 

 

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