13.01.2019

Chinas Kampf gegen die Diesel-Stinker

Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Es muss auch ohne Diesel-Lastwagen laufen: Die chinesische Regierung will ernst machen. Sie plant, den Verkehr mit Diesel-Transportern, die in den Städten des Landes die Luft verpesten, stark zu reglementieren. Schiffe und Züge sollen deren Aufgaben übernehmen.

Über den neuen Plan der Umweltpolitiker in Peking berichtet jetzt die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Diesel-LKW, die die staatlichen Emissionsvorgaben nicht erfüllten, würden nicht mehr neu zugelassen.“

 

Züge und Schiffe statt Diesel-Lkw

 

Dieselkraftstoffe selbst sollen demnach ebenfalls verbessert und deren Emissionen dadurch „sauberer“ werden.

Hintergrund ist die steigende Gesundheitsgefahr, der sich Chinesen vor allem in den Industrie- und Ballungszentren im Nordosten des Reichs der Mitte ausgesetzt sehen. Dort verschmutzt die wirtschaftliche Aufholjagd der Chinesen zunehmend die Atemluft in ihren Städten. Seit Jahren gelten Smoglagen vor allem in den Wintermonaten als Bedrohung für die Gesundheit.

Jüngste Untersuchungen ergaben zudem, dass auch der ökonomische Output sich durch die schlechte Luft verringert.

 

 

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Mehr als eine Milllion LKW mit veralteter Diesel-Technologie soll laut dem Zeitungsbericht aus dem Verkehr gezogen werden. Außerdem würden schärfere Kontrollen eingeführt, schreibt die F.A.Z.. Denn die Lastwagen mit Dieselantrieb hätten nach Angaben des Umweltministeriums in Peking einen Anteil von etwa acht Prozent am gesamten Autoverkehr des Landes. Sie „sind aber für knapp 60 Prozent des gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxid-Ausstoßes verantwortlich“.

Damit die wirtschaft weiter brummen kann, setzt die Behörde nun auf den Ausbau des Gütertransports auf der Schiene. Er soll, zitiert die F.A.Z. aus dem Papier des chinesischen Umweltministeriums, etwa ein Drittel im Vergleich zum Jahr 2017 ansteigen.


pit

 

 

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