09.05.2019

CO2-Ausstoß in der EU geht zurück

Foto: JuergenPM / Pixabay CC0

Der Ausstoß von Kohlendioxid aus Kohle, Gas und Öl ist 2018 in der Mehrheit der EU-Länder gesunken. Nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg gab es einen Rückgang von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die CO2-Emissionen sind ein wesentlicher Faktor der globalen Erwärmung und machen rund 80% der gesamten EU-Treibhausgasemissionen aus. Einfluss-Faktoren sind unter anderem klimatische Bedingungen,

wirtschaftliches Wachstum, die Bevölkerungsgröße sowie Verkehrs- und Industrieaktivitäten.

 

Die stärksten Rückgänge wurden mit 9 Prozent in Portugal registriert, gefolgt von Bulgarien mit 8,1 Prozent. Beide Staaten haben aber nur Anteile von jeweils gut einem Prozent an den europäischen CO2-Emissionen. Auf Rang drei folgt Irland mit 6,8 Prozent vor Deutschland mit 5,4 Prozent Reduktion. Anstiege wurden in acht Mitgliedstaaten registriert, die höchsten Zuwächse hatten Lettland mit 8,5 Prozent und Malta mit 6,7 Prozent. Polen hatte zwar nur 3,5 Prozent Zuwachs, aber bei einem Gesamtanteil von 10,3 Prozent und bildet damit eine Ausnahme.

 

Screenshot: Eurostat

Deutschland verursacht allein fast ein Viertel, nämlich 22,5 Prozent, der CO2-Emissionen in der EU, der Rückgang hier fällt also besonders ins Gewicht. Als Gründe gelten unter anderem der milde Winter, in dem weniger geheizt wurde, und der sonnige Sommer mit hoher Produktion von Sonnen- und Windstrom. Die EU will derzeit den Ausstoß von CO2 bis 2050 um 80 Prozent senken. Die aktuelle Forderung der im Vorfeld des EU-Gipfels in Sibiu von 8 Mitgliedsstaaten gebildeten Klimaallianz geht noch einen Schritt weiter - netto Null Emissionen bis 2050. Deutschland hat sich übrigens daran nicht beteiligt, Frankreich, Belgien, Dänemark, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, Spanien und Schweden schon.

Ausführliche Infos gibt es unter ec.europa.eu/eurostat...


hjo

 

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