18.12.2018

CO2-Label auf Lebensmitteln machen Sinn

Foto: Pixabay CC/PublöicDOmain

Verbraucher verschätzen sich um ein Vielfaches, wenn sie beim Einkaufen am Regal den Einfluss von Nahrungsmitteln auf den Klimawandel beziffern sollen. Nach Ansicht australischer Psychologen könnten das CO2-Label auf der Verpackung verbessern.

Die Wissenschaftler der University of Technology in Sydney befragten für Ihre jetzt im Fachblatt Nature Climate Change publizierte Studie über 1.000 Konsumentinnen und Konsumenten vor Supermarktregalen. Die sollten abschätzen, welche Wirkung die Produktion verschiedener Suppen oder Gerichte im Vergleich zu elektrischen Haushaltsgeräten wie Herd oder Backofen auf die Erhitzung der Erdatmosphäre haben können.

 

Wer die Klimawirkung von Lebensmittel kennt, kauft klimafreundlicher

 

Das Resultat der Umfrage offenbart eine fatale Fehlinterpretation der Kunden. Teilweise unterschätzten sie laut einem Bericht von ENN die Ergebnisse um das Zehnfache.

Psychologin Adrian Camilleri wollte von den Probanden die Klimawirkung von jeweils 19 verschiedenen Speisen und 18 unterschiedlichen Küchengeräten wissen. Die Teilnehmer seiner Studie versagten bei der Kenntnis des Stromverbrauchs der Hausgeräte – mehr noch aber bei der Klimawirkung der Speisen.

 

 

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Camilleri erkjlärt warum das so ist: „Während wir bei den Geräten, wenn sie etwa aufheizen noch ungefähr eine Wirkung spüren, versagt unser Gefühl für die klimaschädliche Wirkung der Produktion unserer Speisen völlig.“

Zeigten die Wissenschftler den Einkäufern jedoch zum Vergleich etwa den Stromverbrauch von Geräten zum ökologischen Fußabdruck verschiedener Speisen, entschied sich eine Mehrheit der Probanden stets für das weniger klimaschädlich Produkt, berichtet auch Yale Environment 360 über das Experiment.

Für die Wissenschaftler ist das ein Hinweis, dass Klimalabel auf Verpackungen doch Sinn ergeben.


pit

 

 

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