12.11.2018

Deutschland-Premiere des Solar-Radwegs

Foto Solmove

Radeln auf Solarpanels: Die Holländer hatten es vorgemacht, jetzt soll bald auch in Deutschland der erste Solar-Radweg eröffnet werden.

Was unsere nordwestlichen Nachbarn schon länger probieren, soll nun auch in Erftstadt bei Köln starten: Radeln auf dem Solar-Radweg. Wie das Portal Utopia berichtet, ist der geplante Radweg über stabile Solarmodule "90 Meter lang und soll so viel Strom produzieren, dass vier Haushalte versorgt werden können".

 

Ein Kilometer produziert Solarstrom für 150 Haushalte

 

Die Glasplatten sind miteinander verklebt. Laut dem Bericht in Utopia sind sie rutschfest und stammen aus der Produktion des Potsdamer Start-ups Solmove. Das Unternehmen schwört auf die Technik: "Die Glasplatten sind so stabil, dass sogar Autos und Lkws darauf fahren können."

 

 

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Das Projekt soll auch wirtschaftloch lohnen. Nach Berechnung von Solmove spült die Solarstraße bei einer Lebensdauer von 25 Jahren den betreibenden Gemeinsden jährlich rund fünf bis acht Euro pro Quadratmeter in die Kasse. Dagegen beziffern sich die Kosten für die Instandhaltung asphaltierter Straßen auf einen Euro pro Quadratmeter und Jahr.

Der Solar-Radweg von Erftstadt soll zudem Geräusche absorbieren und Stickoxide abbauen. Im Winter wird er sich erwärmen, um Eis und Schnee abzutauen. Und ist er nach 25 Jahren am Ende seinewr gebrauchsdauer, werden die Module abgebaut und - so plant es der Hersteller - zu 95 Prozent recycelt.

Die Teststrecke soll beweisen, dass Solarradwege Sinn machen. Solmove hofft daher auf weiteere Aufträge. Angeblich haben sich bereits Städte wie Berlin oder Hannover als Interessenten gezeigt. Macht Sinn: „Mit einem Kilometer Landstraße könnte man etwa 150 Haushalte mit Strom versorgen“, verspricht der Erbauer des Solarwegs.


pit

 

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