Erneuerbare überflügeln konventionelle Kraftwerke

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Saubere Energie gewinnt: Weltweit sind 201t5 erstmals die Investitionen in erneuerbare Energien auf 286 Milliarden Dollar (251 Milliarden €) gestiegen - ein absolutes Rekordhoch. Im Strommarkt überstiegen die Neuinvestitionen jene der konventionellen Kraftwerke um mehr als das Doppelte.

Europa vermasselte allerdings ein noch besseres Welt-Ergebnis. Auf dem Kontinent fielen die Investitionen in die Erneuerbaren um fast 20 Prozent auf den niedrigsten Wert seit 2006.

 

Energiemarkt: Investitionen international auf stabilem und hohem Niveau

 

Der weltweit sichtbare Trend geht in die richtige Richtung. Zu den Investoren in erneuerbaren Energien gehören nicht nur Großinvestoren wie Banken und Versicherungen sondern auch Kleinanleger, beschreibt die Agentur Pressetext den Markt. „Erneuerbare Energien sind nun schon länger keine Niche mehr, sondern zeigen international eine stabile und positive Entwicklung auf einem guten Niveau“, zitiert sie Silvia Kreibiehl von der Frankfurt School of Finance & Management.

In neue konventionelle Kraftwerke wurde dagegen mit 130 Mia. Dollar (114 Mia. €) nicht einmal halb so viel investiert. Damit hatten 2015 mit 53,6 Prozent oder 134 GW der neu installierten Kraftwerksleistung die erneuerbaren Energien (ohne Großwasserkraft) „erstmals die Nase vorne“, schreibt die Agentur: „Darüber hinaus haben die Schwellen- und Entwicklungsländer, getrieben von Investitionen in China, Brasilien, Indien mit 156 Mia. Dollar (137 Mia. €) erstmals mehr in erneuerbare Energien investiert als die Industrienationen mit 130 Milliarden Dollar.

 

Europa bremst am Energiemarkt der Erneuerbaren

 

Während die Investitionen im letzten Jahr in China um 17 Prozent und in den USA um 19 Prozent anstiegen, fielen jene in Europa um 21 Prozent. So kam es in Deutschland aufgrund politischer Unsicherheiten zu einem Investitionsrückgang von 42 Prozent, in den Niederlanden gar um 82 Prozent.

Damit setzte sich der negative Trend in Europa weiter fort. Seit 2011 haben die Investitionen hier um 60 Prozent abgenommen und waren so nieder wie das letzte Mal im Jahr 2006. „Auslöser für diesen Gegentrend in Europa ist die immer größer werdende Notwendigkeit, das Strommarktdesign zu adjustieren und damit einen fairen und effizienten Wettbewerb zwischen Erneuerbaren und Konventionellen zu schaffen. Reine Förderprogramme für erneuerbare Energien konnten signifikante Investitionsvolumen in den letzten Jahren generieren, stoßen aber an ihre Grenzen. Die bestehende Unsicherheit, wie dies erreicht werden soll und welche Instrumente dafür eingesetzt werden, belasten Investitionsentscheidungen", betont Kreibiehl.

Dabei zählen Wind- und Sonnenenergie bereits heute schon zu den günstigsten Stromerzeugungstechnologien wie Bloomberg New Energy Finance erst kürzlich bestätigte.


red

 

 

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