EU-Prüfer kritisieren dicke Luft in Strädten

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EU-Rechnungsprüfer kritisieren mangelnde Luftreinhaltung: 12.860 Menschen sterben jedes Jahr am Dieselabgasgift, 800.000 erkranken. Das rechnet die Deutsche Umwelthilfe vor. Und die EU-Aufseher bestätigen die Umweltschützern. Sie fordern mehr Anstrengung für saubere und gesündere Luft in den Städten.

Mit dem jetzt veröffentlichten Sonderbericht zur Luftreinhaltung in der EU stützt der Europäische Rechnungshof die Forderungen der DUH nach wirksamen Luftreinhaltungsmaßnahmen sowie einer deutlichen Absenkung der Grenzwerte für Luftschadstoffe. Für Feinstaub, Schwefeldioxid und Ozon empfiehlt der Rechnungshof, die Grenzwerte im Einklang mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu senken. Mit Blick auf Stickstoffdioxid (NO2) kritisiert der Rechnungshof die vielerorts zu unkonkreten und damit unwirksamen Luftreinhaltepläne, die eine Einhaltung des seit 2010 geltenden Jahresmittelwerts so nicht gewährleisten.

 

EU-Rechnungshof: Grenzwert für Luftverschmutzung zu lasch

 

DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch sieht in dem Papier einen "Weckruf durch die Fernsteuerung vieler Regierungen durch eine kriminell agierende Automobilindustrie".

 

 

Luftverschmutzung kostet EU 10 Prozent des BIP

Dicke Luft schadet der Wirtschaft: Nach einer Berechnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kosten die Folgeschäden der Luftverschmutzung die Volkswirtschaften der EU jedes Jahr 1,6 Billionen Dollar.

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Der Bericht komme, so der Umweltverband in einer Pressemeldung, zu dem Schluss, dass die erheblichen gesundheitlichen und ökonomischen Schäden durch Luftverschmutzung bislang nicht ausreichend adressiert werden. Die aktuellen Grenzwerte für Feinstaub, Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid und Ozon, vor knapp 20 Jahren festgelegt, entsprächen nicht dem Stand der Forschung und seien zum Teil deutlich schwächer als die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation</>.

Der Europäische Rechnungshof bemängele, laut DUH auch die ungenügende Überwachung der Luftqualitätswerte. Die reale Belastung werde vielerorts unterschätzt, da Anforderungen, beispielsweise an Messstationen, zu unkonkret formuliert sind.


red

 

 

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