Fakenews der „Pause“ beim Klimawandel entlarvt

Der Klimawandel macht keine Pause. „Die Erderwärmung setzt sich unvermindert fort“, antworten jetzt Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) allen Klimawandel-Leugnern, wie US-Präsident Donald Trump oder AfD-Chef Alexander Gauland mit zwei neuen Publikationen. Deren eindeutiges Fazit: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass es wenig oder gar keine statistischen Beweise für eine Pause der globalen Erwärmung gibt.“

„Weder aktuelle noch historische Daten“, schreiben die Wissenschaftler Stefan Rahmstorf vom PIK und James S. Risbey von CSIRO in Australien über ihre aktuelle Forschung. Der Wissenschaftspressedienst (idw) kommentiert: „Gegenteilige Aussagen basierten auf voreiligen Schlussfolgerungen, teils ganz ohne Statistik, teils aufgrund fehlerhafter statistischer Analysen.“

 

“Keine Verlangsamung des Klimawandels belegtbar

 

„Behauptungen über eine mutmaßliche Verlangsamung oder Pause der globalen Erwärmung im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts und angebliche Abweichungen zwischen den Prognosen der Klimamodelle und Messdaten, haben viel Aufmerksamkeit in der Forschung bekommen, obwohl seit Langem bekannt ist, dass das Erdklima immer Schwankungen unterworfen ist“, ordnet James S. Risbey die Fakten ein und trennt sie klar von Fakenews. Auch Stefan Rahmstorf ist sicher: Die angebliche Pause bei der Erderwärmung sei zu keinem Zeitpunkt statistisch auffällig oder signifikant, sondern bewege sich im Rahmen der üblichen Schwankungen, zitiert ihn idw.

 

 

Lust an der Lüge – ExxonMobile und das Klima

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„Die Ergebnisse sind so einfach wie unmissverständlich: Es gab keine Pause bei der globalen Erwärmung. Und die globale Erwärmung blieb nicht hinter den Prognosen der Klimamodelle zurück. Vielmehr schritt die Klimaerwärmung wie erwartet voran, überlagert lediglich von den seit jeher im Klimasystem vorhandenen kurzfristigen natürlichen Schwankungen. Eine ungewöhnliche Verlangsamung hat es nicht gegeben, wie unsere umfassende Datenauswertung zeigt“, zitiert die Agentur Pressetext den PIK-Wissenschaftler.

Die Studien publizierten die Forscher im Fachjournal Environmental Research Letters. Sie analysieren die Schwankungen der globalen Oberflächentemperatur im historischen Kontext und vergleichen Modellprojektionen mit Beobachtungsdaten.

Die Wissenschaftler untersuchten alle verfügbaren globalen Temperaturdatensätze in allen verfügbaren früheren sowie aktuellen Versionen und für alle angeblichen Zeiträume einer „Pause“ im Klimawandel. Sie erkannten: In keinem Datensatz und für keinen Zeitraum konnte eine signifikante Pause oder Verlangsamung der globalen Erwärmung festgestellt werden, ebenso wenig wie eine Diskrepanz zu Klimamodellen.

Zu der (falschen) Aussage, hat nach Auffassung der renimierten Klimaforscher etwa die sogenannte Stichprobenverzerrung geführt. „Einfache Signifikanzprüfungen gelten in der Regel nur für zufällige Stichproben. Wird dagegen ein bestimmtes Zeitintervall bewusst aufgrund eines vorliegenden geringen Trends ausgewählt, handelt es sich nicht mehr um eine zufällige Stichprobe“, erklären sie den Fehler. „Nur wenige Artikel zur 'Pause' berücksichtigen oder erwähnen auch nur diesen Effekt, obwohl er tiefgreifende Auswirkungen für die Interpretation statistischer Ergebnisse hat“, unterstreicht daher auch ihr Kollege Stephan Lewandowsky von der University of Bristol.


pit

 

 

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