Feinstaub bleibt „Sorgenkind“ und macht krank

Foto: flickr/AXACH

Feinstaub bleibt in Europas Städten weiter ein großes Gesundheitsrisiko. Nach den neuesten Zahlen der European Environment Agency (EEA) atmet ein Drittel der Menschen in EU-Städten gefährliche Partikel in die Lungen. Während das Bundesumweltamt (UBA) seit 1990 einen Rückgang vieler Luftschadstoffe maß, „bleibt Feinstaub das Sorgenkind“.

Die Vorstellung der EEA-Zahlen nutzte EU-Umweltkommissar Janez Potočnik jetzt, um 2013 zum „Jahr der Luft“ auszurufen: „Ich werde meine Anstrengungen vergrößern dieses Gesundheitsproblem in den Griff zu bekommen.“

 

Feinstaub verkürzt Lebenserwartung der Menschen

 

EEA-Chefin Jacqueline McGlade begründet das politische Ziel: <696>„Noch immer verkürzt die Luftverschmutzung das Leben vieler Europäer.“ Und UBA-Präsident Jochen Flasbarth ergänzt die deutsche Sicht: „Die Luftreinhaltung in Deutschland kennt zahlreiche Erfolgsgeschichten. Was uns beispielsweise beim Schwefeldioxid an großartigen Minderungen gelungen ist, müssen wir nun bei Feinstaub, Stickoxiden und Ammoniak fortsetzen.“

Die deutschen Zahlen können sich tatsächlich sehen lassen. Nach Erhebungen des UBA lag der Rückgang zwischen 1990 und 2010 bei Schwefelverbindungen (SO2) bei 91,5 Prozent, Staub ging um 85,6 Prozent und Kohlenmonoxid um 73,1 Prozent zurück.

„Der gesundheitsschädliche Feinstaub und weitere Problemschadstoffe trüben aber weiter das insgesamt positive Gesamtbild“, betont des UBA. Zwar gab es 2010 auch 30 Prozent weniger Feinstaub als noch 1990. „Immer noch zu hoch sind aber die Emissionen der Stickstoffoxide und des Ammoniaks. Sie liegen bei minus 54,2 Prozent beziehungsweise minus 20,8 Prozent“, erläutert Flasbarth in einer Pressemeldung des UBA.

 

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