10.12.2018

Finanzinvestoren wollen Klima schützen

Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Jetzt werden Finanzkonzerne zu Klimaschützern: Der Spiegel berichtet von einer „Rebellion“ von mehr als 400 internationalen Großinvestoren gegen die bei der Weltklimakonferenz in Katowice palavernden Regierungen. Die milliardenschweren Unternehmen fordern von den Politikerinnen und Politikern, endlich die Beschlüsse der Konferenz von Paris umzusetzen – und zwar rasch und ganz.

"Wir sind besorgt, dass die Umsetzung des Paris-Abkommens nicht weit genug geht, um das vereinbarte Ziel zu erreichen, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten", zitiert jetzt Spiegel-Online aus der Erklärung der Banken und Pensionsfonds. Diese Unternehmen sind mächtige Vertreter der Wirtschaft. Immerhin stelllen sie ihr gut 32 Billionen US-Dollar (über 28 Billionen Euro) Aktien-Kapital zur Verfügung.

„Sie könnten Staaten wie auch Unternehmen das dringend benötigte Kapital entziehen“, beschreibt das Magazin den Einfluss der Finanzkonzerne.

 

Wirtschaft nimmt Klimaschutz inzwischen ernster als Politik

 

Die Forderungen der Finanzkonzerne sind klar: Sie wünschen die Abschaltung der Kohlekraftwerke, „das Ende der Subventionierung fossiler Brennstoffe sowie die Einführung eines 'bedeutenden' Preises für den Ausstoß des Treibhausgases“, zitier sie das Magazin.

 

 

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Den 415 Investoren gehen die konkreten Schritte der 2015 in Parus verabredeten Klimaschutzmaßnahmen nicht weit genug. „Zwischen den Zielen von Paris einerseits und den bisherigen Zusagen der Staaten zur Emissionsminderung andererseits klaffe eine Lücke“, beschreibt Spiegel-Online das Motiv des Vorstoßes. Diese würde, so das Magazin, "zu einem inakzeptabel hohen Temperaturanstieg" führen, der "substanzielle negative wirtschaftliche Folgen" hätte.

Der Aufruf zeige, kommentiert das Magazin, „dass zumindest Teile der Wirtschaft beim Klimaschutz mittlerweile entschlossener sind als die Politik“.


pit

 

 

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