Fukushima und die Energiewende des Jahres 2011

Foto: pixaby.com CC/PublicDomain

Vorab bemerkt: Es geht in diesem Beitrag nicht um die Befürwortung oder Ablehnung der Atomenergie. Sondern es geht um Fakten und die aktuelle Entwicklung.

 

Der Atomausstieg - Wie er begann

 

Das japanosche Fukushima wurde 2011 von einem Tsunami überrascht. Riesige Schlamm- und Wassermassen löschten Menschenleben aus, deren Anzahl mehrere 10.000 überstieg.

Bei einem Tsunami handelt es sich um ein Seebeben, dass riesige Wellen auslöst. Verursacht werden diese Beben oft durch tektonische Verschiebungen. Die in der region Fukushima stehenden Atomkraftwerke wurden auch in Mitleidenschaft gezogen. Jedoch hielten sie stand.

Die folgenden Maßnahmen dieses Unglückes in Bezug auf Deutschland sind bis heute umstritten. Sehr schnell wurde beschlossen, die meisten deutschen AKW abzuschalten. Dass Deutschlands Mitte selten von einem Tsunami heimgesucht wird, interessierte dabei nicht.

Zur Beruhigung der kritischen Stimmen gab es ein Referendum für die endgültige Entscheidung. Federführend hierbei waren in erster Linie Geistliche, Philosophen, ehemalige sowie aktive Politiker sowie die etwa ein bis zwei Prozent ausmachende Anzahl von Technikexperten.

Es kam, wie es kommen musste. Die Atomkraftwerke sollen abgeschaltet werden.

Die daraufhin begonnenen Veränderungen auf dem Energiemarkt waren seitens der Verbraucher schnell spürbar. Energiekonzerne fühlten sich hintergangen, der „Anstieg des Strompreises war bereits vorprogrammiert“, so das Verbraucherportal >Wechselpiraten.de.

Noch einmal sei erwähnt: Zur Atomkraft kann jeder stehen, wie er will. Wer aus dieser aussteigen will, muss jedoch vorab um einen gleichwertigen und damit bezahlbaren Ersatz gesorgt haben. Und sei es, um von Anfang an juristische Probleme auszuschließen.

 

Die Folgen für Deutschland

 

Diese hat jedermann mitbekommen. Atomkraftwerke aus und Bahn frei für die nachhaltige Energiegewinnung wie Solar. Die AKW-Betreiber Eon, Vattenfall und RWE beziffern ihren Umsatzausfall durch den vorschnellen Atomausstieg auf 120 Milliarden Euro. Sie werden übrigens auf die Schäden nach dem Urteil des Bundesverfassunggerichts(BVG) unterschiedlich reagieren. Sollte für sie ein sehr schlechter Kompromiss herauskommen, dürften sie alsbald die Preise erhöhen. Doch die Kosten für diesen schnellen, politischen Umschwung tragen zunächst die Energieunternehmen, und diese geben Sie schließlich an den Verbraucher weiter. Damit mutieren die Stromkosten wohl auf kurz oder lang fast zur zweiten Kaltmiete. Stromnachzahlungen haben mittlerweile bereits vielen Menschen weitere finanzielle Einbußen in den ohnehin knappen Geldbeuteln beschert.

Als wenn das nicht schlimm genug wäre, weiß mittlerweile keine beteiligte Partei mehr, wo sie steht und was sie zu erwarten hat. Weder die Versorger noch der Verbraucher. Nur eines scheint voraussehbar, der steigende Strompreis für alle Bürger.

 

Die aktuelle Sachlage

 

Vor dem Bundesverfassungsgericht wird zu Zeit eine Klage der Stromkonzerne verhandelt, bei der es um 22 Milliarden Euro geht.

Auch wenn die Konzerne gewinnen. Die eventuell erhaltene Entschädigung wird vielleicht, aber nur vielleicht, mit dem Strompreis verrechnet. Jedoch wird es dem Bürger durch zu erwartende Abgabenerhöhungen durch die Hintertür wieder aus der Tasche gezogen werden.

 

Christoph Wiemer

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