Gesündere Luft: Umweltzonen wirken

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Schaerf System

Erfolgsnachweis für die Umweltzone: Seit Start der Umweltzone am 1. März 2011 ist die Belastung mit gesundheitsgefährdenden Bestandteilen im Feinstaub stark gesunken.

Das berichtet jetzt die Agentur Pressetext über das Ergebnis einer Studie des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung. Demnach reduzierte sich seit der Einführung der Umweltzonen in Leipzig die Konzentrationen krebserzeugender Partikel der Diesel-Fahrzeuge wurden um mehr als die Hälfte. Dagegen allerdings ist die Belastung mit Stickoxiden trotz moderner Diesel nahezu konstant.

 

Studie belegt die wirkung der Umweltzonen

 

Um die Wirkung der Umweltzone besser beurteilen zu können, ermittelten die Forscher die Minderung der Motoremissionen durch einen Vergleich der Konzentrationen an der Straße mit denen im städtischen Hintergrund. "Der größte Minderungseffekt für Ruß und Ultrafeinstaub konnte an der Messstation Leipzig-Mitte aufgezeigt werden", ziteirt die Agentur aus der Studie. Diese Messstation liegt im verkehrsreichen Zentrum des Innenrings in der sächsischen Messestadt. Die Masse der krebserregenden Ruß-Partikel sank dort um etwa 60 Prozent, die Anzahl der ultrafeinen-Partikel reduzierte sich um etwa 70 Prozent.

Forscher beider Einrichtungen hatten die Einführung der Umweltzone von Anfang an mit einem Sondermessprogramm begleitet und über sieben Jahre wissenschaftlich untersucht. Insgesamt wurden 13 Messstationen in Sachsen einbezogen. An sieben von ihnen hat das Team zusätzlich Ruß und Ultrafeinstaub gemessen. Fazit: Auch wenn die Gesamtmasse des Feinstaubes durch die Modernisierung der Fahrzeuge nur wenig vermindert wurde, konnten die Wissenschaftler belegen, dass die anfangs heftig diskutierte Umweltzone "deutlich zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung beiträgt", kommentiert die Agentur das Ergebnis der Untersuchungen.


red

 

 

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