Greenpeace nimmt neuen VW-Golf unter die Lupe

Bloßer Marketingsprech oder echtes Ökoansinnen: Greenpeace fühlt Volkswagen auf den Zahn. Für eine Studie testen die Umweltschützer zwei Wochen vor dem Start des Modells am 4. September den neuen Golf der Wolfsburger. Stößt er „in der Basisversion nicht mehr als 80 Gramm CO2 pro Kilometer“ aus?

„Greenpeace hat anlässlich der bevorstehenden Golf 7-Premiere nachgewiesen, dass 3-Liter Spritverbrauch für ein Massenmodell der Kompaktklasse keine Utopie mehr, sondern mit den heutigen Möglichkeiten problemlos umsetzbar ist“, scvhreiben die Hamburger Aktivisten auf ihrer Webseite - mit vorhandener Technik, ohne Mehrkosten und ohne Einbußen bei der Fahrleistung. Den Report stellt Greenpeace jetzt der Öffentlichkeit vor.

 

Vier Schritte zum umweltfreundlichen Auto

 

Das Konzept der Umwelt-Autoexperten: „Die Berechnungen von Greenpeace basieren auf dem bisher sparsamsten produzierten Golf 6-Modell, in der Diesel- und Benzinvariante.“ Der Weg zum 3-Liter Auto führe über simple technische Verbesserungen in vier Schritten: weniger Gewicht, weniger Luftwiderstand, weniger Rollwiderstand und effizienterer Antrieb.

„Beim Einsatz dieser Spartechnik“, ist sich Greenpeace sicher, „sollte das neue Diesel-Modell nicht mehr als 2.9 Liter Sprit pro 100 Kilometer, beziehungsweise 75 Gramm CO2 pro Kilometer verbrauchen.“ Das neue Basis-Dieselmodell wäre damit um etwa ein Liter beziehungsweise 25 Gramm effizienter als der aktuell sparsamste Golf 6 (3.8 Liter, 99 Gramm). „Das entspräche einer Verbesserung von 25 Prozent“, loben die Umweltschützer.

Greenpeace erwarte, dass VW nicht nur den im eigenen Haus längst vorhandenen Stand der Technik in sämtliche Modelle einbaue, sondern dass der Konzern diese Technik allen Kunden ohne Aufpreis zur Verfügung stelle. Verkehrsexperte Wolfgang Lohbeck von Greenpeace: „Klimaschutz darf keine Sonderausstattung sein. Wenn VW den neuen Golf mit serienmäßiger Spritspartechnik anbietet, würde die Golf 7-Flotte in ihrer Lebensdauer um die 50 Millionen Tonnen CO2 sparen.“

 

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