Gute Nachricht: Wärmepumpe überholt Erdgasheizung

Foto: istock.com/urfinguss

Immer mehr Menschen entdecken die Vorteile einer umweltschonenden Wärmepumpe für sich: Im letzten Jahr wurden erstmals mehr Wärmepumpen als Erdgasheizungen in Neubauten eingebaut und der Trend setzt sich weiter fort.

In Sachen Luftverschmutzung liegt Deutschland so weit hinter den Klimazielen zurück, dass die EU das Land im Sommer sogar verklagte. Schnell wurden mit Diesel betriebene Fahrzeuge als Schuldige ausgemacht und zahlreiche Fahrverbote in Großstädten eingeführt.

 

Heizen mit Strom senkt die Luftverschmutzung

 

Die Kohlekraftwerke, die alleine in Deutschland bis zu 6,4 Milliarden Euro jährlich an Folgekosten für gesundheitliche Schäden durch die Luftverschmutzung verursachen, kamen wieder einmal davon. Dabei ließe sich hier mindestens genauso stark ansetzen wie beim Diesel.

Doch zumindest die ersten guten Nachrichten gibt es: So wurden erstmals mehr Wärmepumpen als Erdgasheizungen in Neubauten eingebaut. Damit kommen die Bauherren dem für 2030 geplanten Verbot von Gas- und Ölheizungen für Wohngebäude zuvor, das ein wichtiger Baustein der Klimawende sein soll. Als problematisch wird dabei noch immer der Mangel an Informationen empfunden.

 

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

 

Immer mehr Heizungsfachleute in ganz Deutschland bieten den Einbau von Wärmepumpen an. Je nach Region und Bodenbeschaffenheit gibt es dabei verschiedene empfehlenswerte Varianten. Besonders beliebt ist die sogenannte Luft-Wasser-Wärmepumpe, bei der entweder der Raumluft oder der Außenluft Wärme entzogen wird, die dann mit Hilfe eines Verdampfers neue Wärme erzeugt. Ihr Vorteil ist die universelle Einsatzmöglichkeit, da Luft immer vorhanden ist.

Bei entsprechender Bodenbeschaffenheit kann die geothermische Energie der Erde mit Hilfe einer Sole-Wasser-Wärmepumpe genutzt werden. Sie erzeugen mehr Energie, sind jedoch auch aufwändiger in der Installation. Ideal geeignet dafür sind Regionen wie die Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz, in deren Böden bis heute unterirdische Vulkane brodeln. Bei entsprechend vorhandenem Grundwasser kann auch eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe eingesetzt werden, die ebenfalls viel Planung und eine behördliche Genehmigung erfordert.

 

So sparen Klimafreunde mit einer Wärmepumpe

 

Die Verwendung einer Wärmepumpe bietet gleich mehrere Vorteile: Zum einen sinkt die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen wie Kohle und Öl, so dass die Abhängigkeit von "Dreckschleudern" wie den heutigen Kohlekraftwerken und den aus Ländern wie Saudi-Arabien (Öl) und Russland (Gas) importierten Brennstoffen reduziert wird. Dazu rentieren sich die Einbaukosten für den Hausbesitzer auch bei nachträglichem Einbau innerhalb weniger Jahre. Je nach Leistung der Wärmepumpe können die Energiekosten in einem gut gedämmten Haus innerhalb einen Jahres um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. Dies macht sich schnell positiv auf dem eigenen Bankkonto bemerkbar.

 

Felix Bath

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