Hilfe für betrogene Diesel-Fahrer

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Konkrete Praxis-Hilfe für Diesel-Fahrer: Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg unterstützt jetzt ratsuchende Dieselbesitzer, deren Autos mit einer manipulierten Dieselsoftware zuviel Abgas aus dem Auspuff bläst.

„Wir helfen Dieselfahrern mit einer umfassenden Beratung zu ihren Rechten gegenüber Händlern und Herstellern“, sagt Oliver Buttler. Er ist Abteilungsleiter Telekommunikation, Internet und Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentale Baden-Württemberg in Stuttgart.

 

Richter unterstützen geprellte Autobesitzer immer häufiger

 

Hintergrund: "Gerichte sprechen Dieselfahrzeugbesitzern immer häufiger Ansprüche wegen fehlerhafter Abgassoftware zu", betonen die Verbraucherschützer in einer Pressemeldung. So hätten in den zurückliegenden Monaten des Dieselskandals mehrere Gerichte den klagenden Kfz-Besitzern sogar einen Anspruch auf Neulieferung eines mangelfreien Dieselfahrzeugs innerhalb der zweijährigen Gewährleistungsfrist zuerkannt.

Auch Haftungsansprüche gegen die Hersteller direkt würden, laut Erkenntnissen der VZ in Stuttgart, mittlerweile gerichtlich festgestellt. „Mit dieser erfreulichen Rechtsprechungstendenz im Rücken sehen wir für die Dieselkunden sehr gute Chancen, ihre Ansprüche erfolgreich geltend zu machen“, so Buttler weiter.

Der Diesel-Gipfel am 2. August stand nach ansicht der Verbraucherschützer im Zeichen der Interessen der Autoindustrie und blendete die berechtigten Interessen der Autobesitzer nahezu vollkommen aus. Für eine glaubwürdige Diskussion über die Auswirkungen der so genannten Dieselaffäre sei eine Teilnahme von Verbrauchervertretern unumgänglich.


red

 

 

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