Hoffnung für den Klimaschutz

Sarah Baker Foto: LLL/flickr CC

Wissenschaftler am Lawrence Livermore Forschungslabor in Kalifornien haben nicht nur den Schlüssel gefunden, mit dem der US-Sonnenstaat bis 2045, wie bereits per Gesetz verankert, klimaneutral sein kann. Sie sind sich zudem sicher, dass Kalifornien allein mit bereits heute existierenden Technologien schneller und sogar günstiger als bislang berechnet bis dahin eine „negative Klimabilanz“ vorlegen kann.

Die Forscher um Sarah Baker stellten ihre Studie „Getting to Neutral“ jetzt bei einer Konferenz vor Politikern des Bundesstaats vor. Darüber berichtet nun das Grist Magazine.

 

Klimaschutz mit Kraftwerken mit negativer CO2-Bilanz

 

 

Cover: Getting to Neutral/LLL

Was vor zwei Dekaden noch utopisch und wie Science fiction klang, schreibt Grist, werde realistischer: Kraftwerke, die nicht länger die Luft verschmutzen und mit ihrem Abgas das Klima aufheizen wandeln sich in moderne Energieerzeugungsanlagen. Sie produzieren aus Holz, das in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und Plantagen wuchs, Energie zur Erzeugung von Wasserstoff – etwa für Brennstoffzellen – oder Biosprit. Fangen die Anlagen das dabei entstehende ohlendioxid aus der Holzverbrennung ein, schließt sich der Kreislauf – denn zuvor hatten die Bäume Das überschüssige CO2 aus der Atmosphäre in ihrem Holz gespreichert. Unterm Strich verringert die Energieerzeugung so also allmählich das Kohlendioxid, die Erde kann aufatmen.

 

 

Kalifornien: Wird Meeresanstieg katastrophal?

Laut einem staatlich beauftragten Bericht über den Klimawandel, könnte der Meeresspiegel im Bereich der „Bay Area“ um San Franzisco bis 2100 um etwa 3,4 feet ( etwa 1m) ansteigen. Die Wissenschaftler, die die Studie erstellt haben, sehen die Wahrscheinlichkeit bei 67 Prozent.

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Das faszinierende an der Studie der US-Wissenschaftler: Diese Kraftwerke arbeiten laut ihren Berechnungen nicht nur günstiger als heute befeuerte Meiler. Es braucht zum Umsetzen dieses Plans auch keine neuen Technologien, die erst aufwändig und teuer erforscht und gebaut werden müssten. „Alles schon jetzt da“, zitiert Grist den am Projekt beteiligten <Livermore</I>-Forscher George Peridas.

Auch Klaus Lackner, der Chef am Center for Negative Carbon Emissions an der Arizona State University setzt auf den Plan der Kollegen aus Kalifornien. Er pusche die Energiewende nach vorne. Die Welt brauche daher viele solcher Kraftwerke mit einer negativen CO2-Bilanz. Es reiche kaum, wenn der US-Sonnenstaat die Technologie umsetze. Kalifornien hofft derweil, mit diesen wissenschaftlich begründeten Ansätzen zum neuen Vorreiter im Kampf gegen den Klimawandel auf dem Planeten zu werden.


pit

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