Klimaschutz mit AKW braucht 103.000 Tonnen Uran

AKW Neckarwestheim Foto: Wikimedia CC/Thomas

Von wegen Atomausstieg: Weltweit wird die Energieerzeugung aus Kernspaltung bis 2045 um satte 45 Prozent zunehmen. Das sieht laut einer Meldung der Agentur Reuters der Nuclear Fuel Report der World Nuclear Association vor.

Die Organisation veröffentlichte ihre Perspektiv-Zahlen für die kommenden 20 Jahre. Demnach soll die Atomstrom-Erzeugung von heute 379 Gigawatt auf 552 Gigawatt im Jahr 2035. Begründung: Viele Länder setzten auf AKW als CO2-neutrale Variante der Stromerzeugzung.

 

Jährlich über 80 Milliarden für neue Atomkraftwerke bis 2050

 

Der Reuters-Bericht zitiert jedoch auch die International Energy Agency. Sie beziffere den Bedarf an Atommeilern auf 660 Gigawatt im Jahr 2030 und sogar 900 GW im Jahr 2050 um die Erhitzung der Erdatmosphäre im Rahmen des international angestrebten 2-Grad-Ziels zu halten. Das würde laut der Agentur gerechnet ab 2014 bis 2050 einen jährlichen Investitionsaufwand von 81 Milliarden US-Dollar weltweit voraussetzen. Agneta Rising sagt dazu als Generaldirektorin der World Nuclear Association: „In den kommenden fünf Jahren müssen wir mehr und rascher investieren als wir dies in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten taten.“

Um die Ziele zu erreichen, benötigt die Energiebranche laut der Agenturmeldung dann jährlich 103.000 Tonnen spaltbares Uran. Heute sind es rund 62.000 Tonnen, die in AKW eingesetzt sind.


pit

 

 

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