27.01.2019

Klimastreik der Jugend wächst

Alleine in den letzten 10 Tagen füllten um die 75.000 SchülerInnen und StudentInnen die Straßen europäischer Städte. Anstatt in die Schule oder die Uni zu gehen, streikten sie und wollen das auch weiterhin tun, bis die Regierungen endlich etwas gegen den Klimawandel unternehmen.

 

Foto: #FridaysForFuture Germany

Wir hatten in Vorfeld bereits über die Bewegung berichtet, hier sind nun die Bilder dazu:

 

Deutschland

Freitag, 18. Januar: 30.000 junge Menschen in über 50 deutschen Städten (Fotos aus Augsburg, Berlin, Freiburg, Heidelberg, Kiel, Köln, Leipzig, Saarbrücken, Tübingen und Ulm: Screenshots von #FridaysForFuture auf Instagram):

 

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Belgien

Donnerstag, 24. Januar: Zehntausende demonstrierten in Brüssel, dem „Herzen Europas“, und ganz Belgien mit der gleichen Energie und positiven Atmosphäre wie in Deutschland. Es war bereits das dritte Mal, dass es einen Marsch in Belgien (Antwerpen, Brüssel, Gent, Löwen, Namur, Oostende und andere) gab, der zweite große hatte am 17. Januar stattgefunden. Die belgischen Jugendlichen haben den Donnerstag für ihre Streiks gewählt, und dieser letzte vereinte insgesamt 32.000 junge KlimaaktivistInnen (alle Fotos Screenshots von #YouthForClimate auf Instagram):

 

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Berlin und München

Freitag, 25. Januar: Nur einen Tag nach dem letzten großen belgischen Streik gingen deutsche Jugendliche wieder auf die Straße, diesmal mit zwei Großveranstaltungen in Berlin mit rund 10.000 vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Video), wo die so genannte Kohlekommission tagte, und in München mit 5.000 (laut Polizei 3.500) als Unterstützungsveranstaltung und für all jene im Süden des Landes, die es nicht nach Berlin kommen konnten, wobei auch wieder in anderen Städten, u.a. in Wien ebenfalls gestreikt wurde:

 

Berlin 25.5.
München 25.5.

Facebook Video

Seit November finden auch in Schweden, der Schweiz, Österreich und Polen verschiedene Streiks der Jugend statt, insbesondere auch in Kanada, Australien und laut dem Herald Scotland sogar in Japan. Weitere Länder folgen jetzt: Am vergangenen Freitag, den 25. Januar, gab es in Italien Schülerstreiks (Rom, Mailand, Turin und weitere) und auch in Frankreich soll es dieses Wochenende die ersten größeren Events geben. Und in Großbritannien bereiten sich die Jugendlichen jetzt auf die große, weltweite Veranstaltung am 15. März 2019 vor, bei der junge Menschen aus rund 40 Ländern an einem globalen Streik für das Klima teilnehmen wollen.

 

Immer mehr Schüler und Studenten machen überall mit. Die einzelnen lokalen Gruppen sind alle unabhängig und koordinieren sich zwar miteinander, sind aber weder voneinander, noch von einer „höheren“ Struktur oder Autorität abhängig. Niemand gibt den Ton an. Es ist eine echte Graswurzelbewegung, und sie wächst.

 

Das, was sie alle vereint, ist die Botschaft an die Mächtigen dieser Welt: „Ihr verspielt unsere Zukunft durch eure Untätigkeit. Deshalb werden wir streiken, bis ihr handelt“. Und während sich die globalen Eliten in Davos feierten und mit Privatjets ein- und ausflogen, als gäbe es keine Emissionen, fand Greta Thunberg wieder Worte der Wahrheit und sagte das, was Millionen von Menschen denken (Video unten).

 

Unsere Jugend ist auf dem Weg, und es gibt keine Grenzen für ihren Wunsch nach einer besseren Zukunft, ihre Kreativität und ihre Bereitschaft, weiterzumachen, bis ein echter Wandel eintritt. Unterstützen wir sie!

 

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