Klimawandel: Wohin wir noch fliehen können

Tabelle: ND-GAIN

Der Klimawandel zwingt zu Neudefinitionen: Ändern sich die Bedingungen auf dem Planeten, verschieben sich auch die Vorlieben der Menschen. Regionen, die noch heute Massen anziehen, weil dort die Sonne strahlt und Strände locken, werden – wenn Hitzewellen und Dürren drohen oder die Meeresspiegel Küsten überschwemmen - kaum noch als Urlaubsgegend taugen.

Im Notre Dame Global Awareness Index (ND-GAIN) fassen Wissenschaftler die die Länder nach deren Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel zusammen. Am besten vorbereitet ist Skandinavien. Verlierer sind Staaten Südasiens und der Zone südlich der Sahara.

Der Index fasst die Lage in 175 Staaten des Globus zusammen. Wissenschaftler prüften, wie gut sich Regierungen und Menschen auf die drohenden Veränderungen vorbereiten. Relativ glimpflich kommen demnach die Industrienationen des Nordens sowie Australien, Neuseeland, China und Russland davon.

 

sonnige Ferien-Domizile an Küsten verlieren ihren Reiz

 

Der Bericht gibt auch Ratschläge, wo künftig die besten Orte sind, in denen Menschen den neuen Gefahren trotzen können. Am Beispiel der USA wird die Verschiebung der bisherigen Prioritäten deutlich. Nicht mehr Städte wie Miami oder oder Los Angeles werden dann bevorzugte Gegenden zum Wohnen und Arbeiten sein. Umweltökonom Matthew Kahn von der University of California, Los Angeles nennt Städte wie Detroit Minneapolis oder Milwaukee als die künftig angesagten Metropolen der USA.

Die Menschen mit dem Klima wandern und sich eher nördlich ansiedeln. Alaska könnte so zum Gewinner werden. Zumindest jedoch, so vermuten die Autoren des ND-GAIN Colorado, Vermont und Pennsylvania oder sogar die heute eher als trist geltenden Landstriche von Ohio oder Indiana.

Deutschland schafft es im ND-GAIN-Index – gemeinsam mit Island – immerhin auf Rang 9 und liegt einen Platz hinter den USA. Die Schweiz liegt auf Platz 12, Österreich schafft es auf 13.


pit

 

 

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