L.A.: Bis 2025 kohlefrei!

Foto: wikimedia commons/Sörn

Los Angeles, Stadt der Engel. Wer denkt da nicht gleich an Sonne, Sand, Stars und mehr? Doch die Glamour-Stadt will mehr als nur durch Hollywood und Luxus glänzen. Bürgermeister Antonio Villaraigosa verkündete: Die größte Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien will bis 2025 komplett kohlefrei sein!

 

Ein ehrgeiziges Projekt. Um dieses zu erreichen, will das Versorgungsunternehmen der Stadt, Los Angeles Department of Water and Power (LADWP), aus den Beteiligungen an den beiden Kohlekraftwerken in Arizona und Utah aussteigen. Letzteres soll in Zukunft mit Erdgas betrieben werden. Klar ist: Die Kohlekraftwerke sorgen heute noch für knapp 40 Prozent der Energie in L.A., hierfür muss Ersatz geschafft werden. Villaraigosa setzt dabei auf erneuerbare Energien und andere saubere Energien wie Erdgas. Doch auch schon 2013 ist die Bilanz, die Los Angeles in puncto CO2 – Emmissionen ziehen kann, äußerst positiv: Seit 1990 sanken die schädlichen Ausstöße um 28 Prozent, das ist viermal mehr als das, was im Kyoto-Protokoll festgesetzt ist. 2025 werden sich die Emmissionen dann ganze 59 Prozent unterhalb der Werte von 1990 befinden.

 

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Umweltschützer feiern diesen Schritt in Richtung Energiewende. Sich von den Kohlekraftwerken loszulösen, sei von der Wirkung vergleichbar damit, zwei Millionen Autos aus dem Verkehr zu ziehen, erklärt Evan Gillespie vom Sierra Club. Los Angeles wäre nach der Umsetzung der Pläne größte kohlefreie Stadt der Nation.

 

Was bisher noch unklar bleibt, ist die Frage der Finanzierung. Jack Humphrevill, Mitglied des Neighborhoord Council, befürchtet, dass mit erhöhten Kosten für die Abnehmer zu rechnen sei. Ron Nichols, General Manager des Department of Water and Power, betont hingegen, dass der Wechsel das Kraftwerk in Utah mit Erdgas zu versorgen, viel günstiger sei, als würde ein komplett neues Kraftwerk gebaut - man spare so zehn Billionen Dollar ein.

 

L.A. hat sich mit 2025 ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Bleibt zu hoffen, dass die Pläne umsetzbar sind, denn auch, wenn zunächst mit Kosten zu rechnen ist, so bleibt doch unbestreitbar, dass eine Wende von Kohle zu nachhaltiger und sauberer Energie dringend notwendig ist. Schön wäre es, wenn sich andere Städte auch zielstrebiger für Maßnahmen in die richtige Richtung entschließen würden. Los Angeles geht nun als positives Beispiel voran.

 

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