Ölmarkt mit ganz schwarzen Prognosen

Foto. Pixabay CC/PublicDomain/skeeze

Peak Oil ist Realität! "Der Weltölmarkt meldet in diesem Frühsommer mehrere „historische“ Tiefststände", vermeldet die taz noch bevor die Internationale Energieagentur (IEA) ihren aktuellen Welt-Investmentreport 2017 präsentiert.

Auch die US-Energiebehörde EIA sieht die Signale des Niedergangs. Sie listet laut dem Bericht der tageszeitung auf, "dass die von 67 großen Ölgesellschaften erhobenen Ölreserven im zweiten Jahr nacheinander zurückgegangen seien".

 

Ölindustrie: "Luftbuchungen" und "geschönte Bilanzen"

 

Diese Fakten sind neu. "Bisher war es den großen Konzernen immer gelungen, eine heile Welt und ein leichtes Reservenplus vorzuzeigen", kommentiert die Zeitung - ihre Tricks: "Luftbuchungen" oder "geschönte Bilanzen".

Die 67 Ölgesellschaften, die nach taz-Angaben rund 25 Prozent der weltweiten Nachfrage abdecken, fahren demnach ein Förder-Minus von 5,4 Milliarden Barrel ein. Allein der US-Konzern Exxon habe Ölsand-Reserven mit einem Volumen von 3,5 Milliarden Barrel ausgebucht, schreibt die taz. Mit einem Rückgang von 1,15 Milliarden Barrel aus Ölsand falle auch die Förderbilanz von Conoco-Philipps auf ein 15-Jahres-Tief.

„Die globalen Ölfunde sind 2016 auf ein Rekordtief gefallen“, ziotiert die zeitung auch die Pariser IEA. Das Volumen der Neufunde sei auf 2,4 Milliarden Barrel abgesackt. Laut IEA sei dies die Menge, "die bei derzeitiger Nachfrage in 25 Tagen aufgebraucht wäre".

„Es gibt einfach nichts mehr zu finden!“ So zitiert die taz die deutsche Sektion der Wissenschaftsvereinigung zu Peak Oil. Die durchschnittliche Höhe der Neufunde habe in den vergangenen 15 Jahren bei 9 Milliarden Barrel gelegen. Noch in den 1960er Jahren gab es demnach jährliche Neufunde von 40 bis 100 Milliarden Barrel. Schon seit 1986 übersteige, so die zeitung, die jährliche Ölförderung die jährlichen Neufunde. "Der Rückgang der Förderung wird durch unkonventionelles Öl aus Fracking und aus der Tiefsee ausgeglichen", beschreibt die zeitung die Lage am Öl-Markt. Das Volumen neuer konventioneller Ölquellen liege laut IEA-Report mit 4,7 Milliarden Barrel „auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 70 Jahren“.


pit

 

 

Lesen Sie auch:

 

Nachhaltig: Ölkonzern bereitet sich auf Ausstieg vor

Chemieindustrie sucht nach Ersatz für Erdöl

Lego will 2030 ohne Plastik auskommen

Most Wanted

Foto:"UnternehmensGrün" Jörg Farys

Die Wirtschaft ruft zum Klimastreik auf

Jetzt wird auch die Wirtschaft aktiv und will endlich mehr Klimaschutz umsetzen. Aktuell haben sich...


© 2019 European Union

Mercosur, Gen-Soja und Billigfleisch stoppen!

In einem Interview während einer Protestkundgebung vor der brasilianischen Botschaft in Wien...


Foto: Pixabay CC/PublicDomain/

Kaum noch unverbaute Natur in Deutschland

Deutschland ist (fast) zugebaut: Kein Standort ist weiter als 6,3 Kilometer vom nächsten Haus...


Neu im global° blog

Screenshot: gunther-moll.de

Die Botschaft

Eine lebenswerte Zukunft im Einklang mit der Natur ist auf diesem Planeten möglich, wenn wir uns...


Screenshot: ARD-Video

Alpendämmerung – Europa ohne Gletscher

Die Alpengletscher sind nicht mehr zu retten, wann der letzte Gletscher verschwunden ist, scheint...


Foto: DZ-4 GmbH

Der Solarboom kommt

Der richtige Solarboom kommt erst noch: Warum aktuelle Trends für eine Revolution im deutschen...


Folgen Sie uns: