Pro Grad Celsius steigt Meeresspiegel um 2,3 Meter an

Grafik: PIK/Levermann

Die Meeresspiegel steigen viel weiter an: Neue Berechnungen des Potsdamer Forschers Anders Levermann, die er jetzt im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) veröffentlicht, sagen einen Meeresspiegelanstieg von 2,3 Metern pro Grad Celsius voraus, um die sich die Erdatmosphäre weiter aufheizt.

Damit treibt der Klimawandel den Anstieg der Ozeane Richtung Landfläche schneller voran als bislang von Forschern angenommen. Leveremann und seine Kolleginnen und Kollegen am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) berechnen zudem auch einen viel längeren Zeitraum, während dem der Ansturm der Fluten dauern wird: 2.000 Jahre.

 

Neue Daten übertreffen Vorhersagen zum Meeresspiegelanstieg

 

Damit übersteigen die neuen Daten sowohl den Zeitraum als auch die Höhe des Meerespegels, wie ihn der UN-Weltklimarat (IPCC) bislang angenommen hat als auch jene Daten, nach denen der Küstenschutz etwa in Deutschland ausgelegt worden ist. Nach den letzten IPCC-Prognosen steigen die Ozeane bis zum Ende des Jahrhunderts um 59 Zentimeter!

„Aber bei 59 Zentimetern hört der Meeresspiegel nicht auf zu steigen“, zitiert jetzt die Online-Ausgabe der Zeit Klimaforscher Levermann, „sondern er steigt auch nach 2100 unaufhaltsam weiter – es sei denn, die Temperatur fällt.“

„Die neue Studie untermauert deutlich, dass der Meeresspiegelanstieg und seine Folgen noch Generationen von Menschen betreffen werden“, zieht die Zeit ein Fazit aus den neuen Daten der PIK-Forscher. Die Redaktion zitiert Anders Levermann: „Es wird eine Anpassung geben müssen.“

 

 

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