Shell knüpft Manager-Gehalt an CO2-Reduktion

Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Shell will das Salär seiner Spitzenmanager künftig daran koppeln, dass das Unternehmen und dessen Produkte wie etwa Kraftstoffe, die Erdatmosphäre mit immer weniger Kohlendioxid (CO2) belasten. Kurz vor dem UNO-Gipfel in Polen kündigte Shell diese Selbstverpflichtung an.

Nach eigenen Angaben ist der niederländisch-britische Konzern das „erste große Energieunternehmen der Welt, das sich zu solch einem Schritt entschlossen hat“. Das berichtet jetzt der US-Nachrichtensender CNN. Die Entscheidung des Energie-Riesen kam freilich nicht ganz freiwillig. Großaktionäre hatten die Company gezwungen, die Geschäftspolitik endlich am Klimaschutz zu orientieren.

 

Mehr Klimaschutz: Druck der Investoren auf Unternehmen wächst

 

Der Druck auf das Management war zu groß. Großaktionäre wie die Church of England oder die Investorenvereinigung Climate Action 100+, deren rund 310 Kapitalanleger über 32 Billionen US-Dollar (über 28 Bio. €) in das Unternehmen angelegt haben, drängten auf konkrete und nachprüfbare Klimascghutz anstrengungen des Öl-Konzerns.

 

 

Belog die Ölindustrie die Welt ?

Eine neue Kampagne soll es – endlich - richten: Unter den Haschtag #ExxonKnew wollen Ex-US-Vize Al Gore und der NewYorker Star-Staatsanwalt Eric Schneiderman die Wahrheit über das Öl-Business ans Licht zerren.

weiter...

 

CNN zitiert Corien Wortmann als Chefin des ABP-Pensionsfunds: „Dass Shell die Regelung mit der Bezahlung des Manegements verlinkt, schafft Vertrauen i die Ernsthaftigkeit dees Vorhabens.“ Auch die Chefin der britischen Umweltagentur, Emma Howard Boyd, zollte dem Unternehmen Lob für den Schritt: „Wir hoffen, dass dies andere Unternehmen inspiriert, ähnliche Vorhaben umzustezen.“ Laut dem Bericht auf CNN spüren auch Konkurrenten wie Exxon den Druck ihrer Investoren. Diese wollen ebenfalls klare Committments zu mehr Klimaschutz.


pit

 

 

Lesen Sie auch:


 

Vorbild Kirche: Ausstieg aus fossiler Wirtschaft

Vorbild: Kanadas protestantische Kirchen gehen voran. Die United Church of Canada kündigte knapp sechs Millionen Dollar Rücklagen und Investments in Aktien der Ölindustrie.

weiter...

 

Fossile Energie noch immer besser subventioniert

Magere Förderung der Erneuerbaren: Mit sechs Milliarden US-Dollar unterstützten Regierungen im Jahr 2010 die Produktion und den Konsum erneuerbarer Energien.

weiter...

 

Studie berechnet CO2-Last der Herstellerkette

Der exakte Kohlendioxidausstoß eines Landes lässt sich bislang nur schwer bestimmen.

weiter...

Most Wanted

Foto: Pixabay CC0

Die radikale Preiswahrheit

Dank Klimaprämie ist eine soziale und faire CO2-Bepreisung möglich, sagt DIW-Ökonomin Claudia...


© 2019 PROKINO Filmverleih GmbH

Film-Tipp: Unsere große kleine Farm

Zwei Träumer aus der großen Stadt, die sich dazu entscheiden einfach loszulegen: UNSERE GROSSE...


Foto: Pixabay CC0

Gute Nachrichten Teil 2 – Der Hoffnungsquickie

Die Welt ist ein schlechter Ort. Diesen Eindruck gewinnt man zumindest, wenn man sie durch das...


Neu im global° blog

Screenshot: theguardian.com

Mit radikaler Landwirtschaft gegen die Klimakrise

Ein Bauernhof in Portugal zeigt, wie die alte Kunst der Silvopasture - der Kombination von von...


Foto: Pixabay CC0

Gegen das Vergessen - Todesstaub durch Uranmunition

Die Bombardierung Ex-Jugoslawiens mit Uranmunition - 20 Jahre danach. 1999 bombardierte und beschoß...


Foto: Sky

"Chernobyl": Dramaserie über den Super-Gau

Vor dem schockierenden Hintergrund der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl 1986 erzählt die...


Folgen Sie uns: