Solarmobil aus und für den Gaza-Streifen

Screenshot: Presenza

Endlich auch einmal Positives aus dem Gaza-Streifen: Die beiden Studenten Jamal Mikaty und Khaled Bardawil stellten dort jetzt das erste eigene Solarmobil vor. Sie wandelten Armut und die stark eingeschränkten Möglichkeiten in die Gelegenheit um, saubere umweltfreundliche Energien zu nutzen.

Der Prototyp besitzt zwei Türen und ein Dach, das komplett aus Solarzellen besteht. Sie wandeln Sonnenlicht in Energie, die in einen kleinen Elektromotor eingespeist wird. Jamal Mikaty über das Ergebnis langer Recherchen: „Wir haben versucht, zwei fundamentale Ziele zu erreichen. Wir wollten erstens beweisen, dass auch wir wichtige Ergebnisse erzielen können, so wie man es auch in anderen Ländern geschafft hat. Das zweite war, mehr Autonomie für die palästinensische Bevölkerung zu erzielen, um nicht mehr von Treibstoffimporten aus Israel abhängig zu sein.“

 

Solarauto soll Lebensbedingungen in Gaza verbessern helfen

 

Bis jetzt erreicht das Elektromobil eine Geschwindigkeit von 30 stundenkilometern, aber die Studenten bekräftigen, das dies nur der erste Schritt zu einer weitaus signifikanteren Entwicklung sei. Sie sind mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden und hoffen nun auf einen Sponsor, der die zukünftige Produktion unterstützt. Denn durch das Abkommen von Oslo wurde faktisch eine totale Kontrolle der Treibstoffverkäufe an die palästinensische Bevölkerung durch Israel festgelegt, was zu immer weiter steigenden Treibstoffpreisen führt.

Mazen Abu Amer, der an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften in al-Azhar lehrt, erklärt, dass die Universität das Projekt weiterhin unterstütze und hofft, dass sich andere Länder für den Kauf des Elektroautos interessieren. Damit sollen auch die Lebensbedingungen in Gaza verbessert werden.


red

Übersetzung Evelyn Rottengatter

 

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