15.12.2018

Spanien will endlich Klimaziele erreichen

Tempel von Debod Madrid Foto: Pixabay CC0 / Lopez Grande

Was verbinden Millionen Urlauber mi Spanien - Sonne natürlich. Und wie steht es mit der Sonnenenergie? Vor 10 Jahren gestartet, war die Solarwende leider genauso schnell wieder zu Ende. Das soll sich jetzt mit der sozialistischen Regierung ändern. Bis 2050 soll das Land zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt werden. Dafür hat die neue Regierung nun die umstrittene Sonnensteuer, eine Strafzahlung für selbst erzeugten Sonnenstrom, abgeschafft und Anreize für Solar-Initiativen geschaffen.

 

Einen weiteren Schritt in Richtung Klimaziele geht die Hauptstadt Madrid. Seit Ende November bleibt Madrids City für Dieselfahrzeuge die vor 2006 zugelassen wurden sowie für Benziner, die älter als 18 Jahre sind, gesperrt. Lediglich für Autos der Anwohner und abgasfreie Pkw gelten Ausnahmen. Mit diesem Fahrverbot will Madrid die hohe Luftverschmutzung bekämpfen, seit langem die verbindlichen Schadstoff-Grenzwerte der Europäischen Union überschreitet.

 

„Das Leben im Zentrum wird besser als jemals zuvor sein“, zitiert "Spanien Live" Madrids linksalternative Bürgermeisterin Manuela Carmena. „Es wird weniger Lärm geben, weniger Verkehr, und man wird sich bequemer zu Fuß bewegen können.“ Für die vielen Touristen, welche die Altstadt, den Königspalast, die Kathedrale oder die Museumsmeile sehen wollen, dürfte der City-Besuch somit angenehmer werden.

 

 

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Ein anschauliches Beispiel dafür, so "Spanien Live", sei die Gran Vía, die berühmteste Prachtstraße der Hauptstadt. Jahrzehntelang wälzten sich Blechlawinen über sechs Spuren durch diese prominente Straßenschlucht. Fußgänger mussten sich auf schmalen Bürgersteigen drängeln, was nicht unbedingt ein Vergnügen war. Jetzt ist die neue Gran Vía, die quer durch die City führt, ein breiter Fußgängerboulevard mit Sitzbänken und Bäumen. Für den Individualverkehr blieb eine Fahrspur in jede Richtung mit Tempo 30. Eine weitere Spur ist für Busse und Taxis reserviert. Auch Radfahren ist auf der verkehrsberuhigten Gran Vía nun ohne Lebensgefahr möglich.

 

Übrigens auch jüngere Diesel- und Benzinfahrzeuge dürfen nur noch in die City, um auf direktem Wege in ein Parkhaus zu fahren. Das Parken am Straßenrand ist lediglich Anwohnerfahrzeugen und abgasfreie Autos erlaubt.


hjo

 

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