Strahlender Niederschlag größer als vermutet

Screenshot: Univrsity of Manchester

Radioaktiver Niederschlag nach Fukushima-GAU gefährlicher als gedacht: Wissenschaftler der japanischen Kyushu University sowie der britischen University of Manchester weisen jetzt mit einer neuen Anlysemethode "erhebliche Mengen" an feste Partikel gebundes Cäsium in Proben aus der ostjapanischen Provinz rund um das 2011 havarierte Atomkraftwerk nach.

Die Forscher um Gareth Law und Satoshi Utsunomiya fanden radioaktives Cäsium auf Reiskörnern. Die strahlenden Partikel unterscheiden sich laut der Studie erheblich von bisher analysierten Proben über die belastung der Umgebung des explodierten AKW an der Ostküste Japans.

Die Wissenschaftler veröffentlicheten ihre Ergebnisse im Fachblatt Environmental Science & Technology.

 

Fukushima stärker verstrahlt als bislang vermutet

 

Bis heute ist unklar, wieviel Radioaktivität im März 2011 bei der Atomkatastrophe nahe Fukushima tatsächlich frei wurde. Wissenschaftler gingen davon aus, dass die größte Freisetzung strahlender Teilchen bei der durch einen Tsunami ausgelösten Kernschmelze im AKW von Daiichi eher gasförmig entstand und sich daher über die Luft verstreut und abei auch "verdünnt" hätte. Dies korrigieren Law und Utsunomiya jetzt mit ihrer neuen Studie. Sie betonen, dass ihre Funde auf eine erheblich größere Menge strahlenden Materials direkt in Daiichi, aber auch in der erheblich weiter entfernten Regionen um Fukushima schließen lasse.

Law und Utsunomiya beschreiben in ihrer Studie erstmals die strahlenden Festpartikel. Deren mögliche gesundheitsschädkliche Wirkung, sagen die Forscher, müsse jetzt erst untersucht werden.


pit

 

 

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